Navigation und Service

Symbolbild für die Zentrale Expositionsdatenbank: Person bei der Flächendesinfektion, im Vordergrund eine Flasche mit Reinigungsmittel

Expositionsverzeichnis: wann Sie es führen müssen

Gehen Beschäftigte mit krebserzeugenden Gefahrstoffen um, ist zu prüfen, ob dies gesundheitsgefährdend ist. Wenn die Antwort „Ja“ lautet, ist dies zu dokumentieren: Dabei hilft die Zentrale Expositionsdatenbank (ZED).

Prüfen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung

Beim Umgang mit krebserzeugenden, erbgutverändernden und fruchtbarkeitsschädigenden Gefahrstoffen gelten besondere Pflichten: Das Unternehmen muss dann – als Teil der Gefährdungsbeurteilung – prüfen, ob die Exposition gefährdend ist.

Eine individuelle Einschätzung für alle Beschäftigten ist aufwendig und teuer, aber auch in vielen Fällen unnötig, wenn man Erfahrungswissen über vergleichbare Arbeitsplätze heranzieht.

Die folgende Tabelle erleichtert die Einschätzung, ob die jeweilige Exposition gemäß TRGS 410 gefährdend ist.

Hilfe zur arbeitsplatz- und tätigkeitsbezogenen Expositionsbeurteilung

Expositionsverzeichnis führen

Wenn eine gefährdende Exposition vorliegt, ist diese zu dokumentieren: in einem Expositionsverzeichnis.

Darin werden für alle betroffenen Beschäftigten die Tätigkeiten mit den genannten Gefahrstoffen dokumentiert. Das Verzeichnis muss Angaben zur Höhe und Dauer der Exposition enthalten und 40 Jahre ab Beendigung der Exposition aufbewahrt werden.

Beschäftigten ist der sie betreffende Teil des Expositionsverzeichnisses auszuhändigen, wenn sie den Betrieb verlassen. Die Aufbewahrung und Aushändigung darf der Arbeitgeber auf den zuständigen Unfallversicherer übertragen. Hierzu steht ein Online-Werkzeug der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zur Verfügung: die Zentrale Expositionsdatenbank (ZED).

Unterstützungsangebot: Zentrale Expositionsdatenbank

Mit dieser Internetanwendung können Unternehmen das vom Gesetzgeber geforderte Expositionsverzeichnis einfach erfassen, fortlaufend bearbeiten und komfortabel verwalten.

Die ZED bietet zudem die Möglichkeit, Meldeverpflichtungen nach der Arbeitsmedizinischen Vorsorgeverordnung (ArbmedVV) nachzukommen: Beschäftigte können an den Organisationsdienst für Nachgehende Vorsorge (ODIN) und zur Gesundheitsvorsorge (GVS) gemeldet werden.

Zur Zentralen Expositionsdatenbank (ZED) wechseln

Zusatzinformationen für einzelne Tätigkeiten und Arbeitsschritte

Um die Rahmenbedingungen für die entsprechende Einschätzung der BGW transparenter zu machen, wurden für einige Tätigkeiten und Arbeitsschritte kurze Zusatzinformationen zusammengestellt.

Nutzen Sie die vorliegenden BGW-Einschätzungen als Vorinformationen im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung.

26.02.2016

Diese Seite

BGW online (Link zur Startseite)

Start­sei­te