Navigation und Service

Was ist ein Gefahrstoff?

Als Gefahrstoffe im Sinne der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) gelten Stoffe und Gemische (Produkte), die ein oder mehrere "Gefährlichkeitsmerkmale" aufweisen: Sie sind zum Beispiel giftig, reizend, ätzend, krebserzeugend, leichtentzündlich oder umweltgefährlich.

In der Regel lässt sich dies an den verwendeten Gefahrenpiktogramme und weiteren Gefahrenhinweisen ablesen, denn gefährliche Stoffe beziehungsweise deren Verpackungen müssen gekennzeichnet sein.

Bei Fertigarzneimitteln oder kosmetischen Produkten trifft man aber auch auf gefährliche Stoffeigenschaften, ohne dass eine entsprechende Kennzeichnung erforderlich ist. Hier gelten andere Rechtsgrundlagen wie das Arzneimittelgesetz oder die Kosmetikverordnung.

Auch weitere Stoffe, die aufgrund ihrer chemischen Eigenschaft die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz gefährden können und Stoffe mit einem Arbeitsplatzgrenzwert sind Gefahrstoffe.

Die verwendeten Stoffe sind jedoch nur eine Seite der Medaille, es müssen immer zusätzlich die Tätigkeiten betrachtet werden. Denn Gefahrstoffe können auch erst im Zuge bestimmter Tätigkeiten entstehen oder freigesetzt werden.

Eine vorhandene Kennzeichnung weist zwar auf Gefahrstoffe hin, aber sie gibt noch keinen Aufschluss über die tatsächliche Belastung bei einzelnen Tätigkeiten. Deshalb sind weitere Schritte erforderlich – Stichwort ist hier insbesondere die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung.

Diese Seite

BGW online (Link zur Startseite)

Start­sei­te