18.05.2010

BGW trialog Dresden: Infektionsschutz gemeinsam umsetzen

Logo - bgw trialog Dresden

Dass der Infektionsschutz ein brisantes Thema ist, zeigte exemplarisch die Aufregung um die „Neue Grippe“ im vergangenen Jahr. Beim BGW trialog Dresden 2010 diskutierten Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit mit Experten der BGW, wie sich Infektionsgefährdungen für Beschäftigte im Gesundheitsdienst am besten vorbeugen lässt.

Die mehr als 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung vom 6. bis 8. Mai 2010 waren sich einig, dass es beim Infektionsschutz vor allem auf die bestmögliche Abstimmung und enge Zusammenarbeit aller Präventionsexperten ankommt. Vorhandene Standards zu Strategien zusammenzuführen, forderte Professor Dr. Axel Kramer vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald: „Die Sicherheitskultur der Einrichtung bestimmt die Wirksamkeit der Prävention.“ Am Beispiel MRSA wurde deutlich, dass er-folgreiche Ansätze dabei auch über Grenzen hinaus reichen: So führte beispielsweise die deutsch-holländische Infektionsbekämpfung im Rahmen von „EUREGIO MRSA-net“ zu der Entwicklung eines Qualitätssiegels für Krankenhäuser, wie Dr. Robin Köck vom Institut für Hygiene des Uniklinikums Münster berichtete.

Auch Unsicherheit muss kommuniziert werden

Mit den Auswirkungen einer Pandemie beschäftigte sich die abschließende Podiumsdiskussion. Angesichts der Fehler der jüngsten Pandemieplanung stand vor allem die Forderung nach einer mutigeren Risiko-Kommunikation im Raum. Jede Einzelne müsse dabei seine Erfahrungen einbringen, so Dr. Wolfgang Panter, Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. Dr. Annegret Schoeller von der Bundesärztekammer: „Es ist noch viel früher zu übermitteln, was man nicht weiß.“ Ähnlich sah dies Dr. Jörn Knöpnadel, Kassenärztliche Bundesvereinigung: „Man muss auch Unsicherheit kommunizieren.“ Für seine Forderung nach einem leitenden „Dirigenten“ erhielt er viel Beifall. Unterstützung für die Einrichtungen müsse darüber hinaus von den Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit kommen, ergänzte Dr. Arno Weber vom Verband Deutscher Sicherheitsingenieure e. V.

Fortsetzung der erfolgreichen Veranstaltungsreihe

Konkrete Handlungshilfen von der Gefährdungsbeurteilung bis hin zu Hautschutz und Händedesinfektion boten zehn Workshops sowie die „trialog-Praxistour“ zu ausgewählten Arbeitsplätzen. Angesichts der positiven Rückmeldungen der Teilnehmer kündigte der Leiter der BGW-Akademie, Jörg Stojke, die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe an: Vom 10. bis 12. Mai 2012 wird sich der 5. BGW trialog Dresden mit dem Schwerpunkt „Psychische Belastungen“ befassen.

Sie haben Fragen und Anregungen?

BGW Akademie Dresden - Jörg Stojke, Projektleiter
Königsbrücker Landstraße 4b, 01109 Dresden
Telefon: (03 51) 457 - 2800, E-Mail

Impressionen - im Bild festgehalten

250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim 4. BGW trialog Dresden. Das Schwerpunktthema im Jahr 2010 war der Infektionsschutz.

250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim 4. BGW trialog Dresden

Das Schwerpunktthema im Jahr 2010 war der Infektionsschutz.

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Umfassendes Angebot an Workshops, Vorträgen und Praxistouren. Die Veranstaltung bot ein informatives Programm zur betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung.

Umfassendes Angebot an Workshops, Vorträgen und Praxistouren

Die Veranstaltung bot ein informatives Programm zur betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung.

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„Die Sicherheitskultur der Einrichtung bestimmt die Wirksamkeit der Prävention.“  Prof. Dr. Axel Kramer (Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald) zur Infektionsgefährdung

„Die Sicherheitskultur der Einrichtung bestimmt die Wirksamkeit der Prävention.“

Prof. Dr. Axel Kramer (Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald) zur Infektionsgefährdung

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Podiumsdiskussion: Pandemie – gewappnet für die Zukunft? Thomas Hegemann moderierte eine hochkarätig besetzte Expertenrunde.

Podiumsdiskussion: Pandemie – gewappnet für die Zukunft?

Thomas Hegemann moderierte eine hochkarätig besetzte Expertenrunde.

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„Man muss auch Unsicherheit kommunizieren.“  Dr. Jörn Knöpnadel (Kassenärztliche Bundesvereinigung) über eine verbesserte Pandemieplanung

„Man muss auch Unsicherheit kommunizieren.“

Dr. Jörn Knöpnadel (Kassenärztliche Bundesvereinigung) über eine verbesserte Pandemieplanung

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Die trialog-Praxistour führte durch ausgewählte Arbeitsplätze. Auf der „Etappe Atemschutz“ konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den „Fit-Test“ erproben.

Die trialog-Praxistour führte durch ausgewählte Arbeitsplätze

Auf der „Etappe Atemschutz“ konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den „Fit-Test“ erproben.

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BGW-Infothek: Anlaufstelle für persönliche Gespräche  Sehr gefragt waren Angebote zum Hautschutz und zur Hygieneplanung.

BGW-Infothek: Anlaufstelle für persönliche Gespräche

Sehr gefragt waren Angebote zum Hautschutz und zur Hygieneplanung.

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Spezialisten in Sachen Infektionsschutz – wie beim Kartoffelschälen.  Das Improvisationstheater Steife Brise zeigte ein Feuerwerk aus spontaner Spielfreude und charmanter Provokation.

Spezialisten in Sachen Infektionsschutz – wie beim Kartoffelschälen

Das Improvisationstheater Steife Brise zeigte ein Feuerwerk aus spontaner Spielfreude und charmanter Provokation.

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„Steife Brise“ riss die Zuschauer von den Sitzen. Die Theatershow brachte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Bewegung.

„Steife Brise“ riss die Zuschauer von den Sitzen.

Die Theatershow brachte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Bewegung.

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