17.06.2009

Ausgabe 3/2009

Titelbild: Young Help 3/2009

YOUNG HELP präsentiert im aktuellen Heft wertvolle Tipps für angehende Tiermedizinische Fachangestellte: Wie man gerade in den ersten Wochen den Überblick in der Praxis nicht verliert – auch wenn es einmal sehr turbulent zugeht. Wirksamer Schutz vor Bienen- und Wespenstichen in der heißen Jahreszeit – auch darum geht es in der neuen Ausgabe. Außerdem ein Thema: Hautschutz und -pflege bei der Arbeit. Ein Abstecher in die Welt der Farben informiert über die Wirkung von Farbtönen und verrät, was eine Vorliebe für Rot über den Menschen aussagt.

Lesen Sie im Volltext:

Gut geschützt, schön gepflegt – was Sie im Praxisalltag für die Gesundheit Ihrer Haut tun können.

Gut geschützt, schön gepflegt

Frau im weissen Kittel cremt sich die Hände ein. Hände sollten sorgfältig eingecremt werden. Nur so entsteht ein geschlossener Schutzfilm für die Haut. Verbände anlegen, Salben auftragen, Flächen und Instrumente desinfizieren – in der Praxis sind Ihre Hände ständig im Einsatz und dabei unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Deswegen brauchen Ihre wichtigsten „Arbeitsgeräte“ besonders viel Schutz und Pflege. Was Sie dafür tun können? YOUNG HELP verrät es Ihnen.

Raue, rote und rissige Hände sind nicht wirklich attraktiv, oder? Noch schwerwiegender aber ist, dass diese Symptome erste Warnsignale für eine Hauterkrankung sein können, deren schlimmste Folge die Aufgabe Ihres Berufs wäre. Nach Angaben der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) betrafen im Jahr 2008 von den knapp 8.900 Anzeigen mit Verdacht auf eine Berufskrankheit rund 54 Prozent die Haut. Damit es erst gar nicht so weit kommt, hier die Tipps der BGW-Hautexperten.

Handschuhe

Den besten Schutz vor infektiösen Materialien sowie aggressiven Reinigungs- und Desinfektionsmitteln bieten die jeweils geeigneten Handschuhe. Benutzen Sie daher immer:

  • Medizinische Einmalhandschuhe bei Kontakt mit Sekreten oder Ausscheidungen. Auch dann, wenn Ihre Hände direkt mit Wirkstoffen in Berührung kommen, zum Beispiel mit nicht gekapselten Tabletten, Cremes und Salben.
  • Flüssigkeits- und chemikaliendichte Haushaltshandschuhe bei Feuchtreinigungs- und Desinfektionsarbeiten.

Außerdem:

  • Benutzen Sie ungepuderte Handschuhe, sie sind generell hautverträglicher.
  • Ziehen Sie die Handschuhe nur über vollständig trockene Hände.
  • Bei Tragezeiten über zehn Minuten möglichst Baumwollhandschuhe unterziehen.

Hände desinfizieren & waschen

  • Auch wenn Sie's nicht glauben, Desinfizieren ist für die Hände schonender als Waschen. Denn durch häufigen Wasserkontakt quillt die Hornschicht auf, Hautfette gehen verloren und die Haut trocknet aus.
  • Das Händedesinfektionsmittel sollte kein Mischpräparat aus Waschlotion und Desinfektionsmittel sein, da dieses die Haut reizt und sie austrocknet.
  • Beim Desinfizieren darauf achten, dass die Hände trocken sind und eine ausreichende Menge (eine hohle Hand voll) überall auf den Händen verteilt wird. Fingerkuppen, Handgelenke und Nagelfalze nicht vergessen.
  • Wann die Hände desinfizieren? 1. Bei Arbeitsbeginn. 2. Vor invasiven Maßnahmen wie Injektionen, Infusionen, Wundversorgung. 3. Nach Kontakt mit Blut, Sekreten, Ausscheidungen oder damit kontaminierter Gegenstände – auch wenn Handschuhe getragen wurden. 4. Nach dem Toilettenbesuch.
  • Waschen Sie Ihre Hände nur bei starker Verschmutzung. Verwenden Sie dabei eine pH-neutrale Waschlotion und zum Abtrocknen ein weiches Einmalhandtuch.

Schützen & pflegen

  • Um die Barrierefunktion Ihrer Haut zu unterstützen, eine Hautschutzcreme vor Arbeitsbeginn und vor längerem Tragen von Handschuhen auf den Handrücken auftragen und sorgfältig einmassieren.
  • Die Hautpflegecreme sollten Sie nach dem Händewaschen, in Pausen, nach Arbeitsende und in der Freizeit verwenden. So helfen Sie Ihrer Haut, sich zu regenerieren.
  • Achten Sie bei den Cremes darauf, dass sie keine Duftstoffe enthalten. Die können die Haut reizen und Allergien hervorrufen.

Medientyp: Magazin Young Help