30.04.2008
Ausgabe 2/2008
In der neuen Ausgabe der YOUNG HELP erfahren Sie Wichtiges rund um Ihren Ausbildungsvertrag und was eine Rolle spielt, damit man sich im Job richtig wohlfühlt. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Hände schützen und pflegen und haben Experten gefragt, was zu tun ist, wenn die Chemie mit den Kollegen nicht stimmt. Außerdem im Heft: Fitness, Mode und News.
Lesen Sie im Volltext: Panik beim Patienten - die Angst vor der Zahnbehandlung

Panik beim Patienten
Manche Menschen haben so große Angst vor einer Zahnbehandlung, dass sie schon Wochen vorher schlecht schlafen. Und wenn sie dann im Wartezimmer sitzen, würden sie am liebsten sofort die Flucht ergreifen. Was zahnmedizinische Fachangestellte in dieser auch für das Praxisteam belastenden Situation tun können? YOUNG HELP verrät es Ihnen.
Ob jung oder alt, männlich oder weiblich: Das mulmige Gefühl beim Gedanken an den Behandlungsstuhl kennt fast jeder Deutsche. So gaben in einer Studie des Instituts der Deutschen Zahnärzte drei Viertel der Befragten an, dass sie leichte bis mittlere Angst vor dem Besuch in der Zahnarztpraxis haben, weitere 15 Prozent hatten sogar große Angst.
Um diesen Patienten helfen zu können, ist es gut, zuerst etwas über die Gründe ihrer Zahnarztangst zu erfahren. Es sind vor allem schlechte Erfahrungen, die sie während der Zahnbehandlung gemacht haben und die manchmal bis in die Kindheit zurückreichen. Damit verbunden ist die Angst vor Schmerzen, vor Spritzen, vor Geräuschen, vor Hilflosigkeit, vor dem Gefühl zu ersticken oder davor, dass der Arzt über den Zustand der Zähne schimpfen könnte.
Jetzt sind Sie gefragt! Zeigen Sie Ihrem Patienten, dass es auch anders geht. Folgende Tipps können helfen, seine Angst zumindest auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.
- Lockerheit, Humor und Herzlichkeit am Telefon und Empfang sind besonders wichtig, damit sich Ihr Patient willkommen und akzeptiert fühlt.
- Geben Sie ihm das Gefühl, dass Sie auf seiner Seite stehen. Häufig vertrauen Patienten der zahnmedizinischen Fachangestellten eher ihre Ängste an als dem Arzt.
- Bieten Sie nach Absprache an, beim ersten Termin nur eine Beratung durchzuführen.
- Ist Ihr Chef besonders einfühlsam bei Menschen mit Zahnbehandlungsangst? Dann sagen Sie das dem Patienten, es wird ihn beruhigen.
- Ersparen Sie ihm langes Warten im Wartezimmer.
- Lassen Sie ihn nicht allein auf dem Behandlungsstuhl, erst recht nicht mit Instrumenten im Mund. Loben und beruhigen Sie ihn.
- Vereinbaren Sie mit dem Patienten ein Handzeichen, bei dem die Behandlung auf jeden Fall sofort unterbrochen wird. Das gibt ihm Sicherheit und das Gefühl, dem Geschehen nicht hilflos ausgeliefert zu sein.
Bieten Sie ihm an, während der Behandlung sooft wie möglich sitzen zu können und die Liegeposition nur einzunehmen, wenn dies unmittelbar erforderlich ist.
Medientyp: Magazin Young Help




