30.12.2011
Aufruf zur Teilnahme an einer Interventionsstudie "Muskel-Skelett-Erkrankungen" im Bundesland Rheinland-Pfalz
Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz führt zusammen mit der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und dem Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universität Mainz eine Interventionsstudie durch.
Ziel ist es, ein in die betriebliche Praxis integrierbares modulares Praxiskonzept zu entwickeln. Dies soll dazu beitragen, nachhaltig muskuloskelettale Beschwerden und Erkrankungen bei Pflegekräften zu minimieren. Hierzu wollen die beteiligten Unfallversicherungsträger fünf Mitgliedsbetriebe als Partner gewinnen. Die Initiatoren suchen bevorzugt kleine mittelständische Einrichtungen als Projektpartner.
Die Studie beginnt im Januar 2012 und geht über einen Zeitraum von 18 Monaten. Es geht darum, die Ressourcen „Anwendung geeigneter Techniken“, „Gesundheitsbewusstsein und Fitness“ sowie „Umgang mit psychosozialen Belastungen“, wie Stress, Zeitdruck, Kundenerwartungen und Führungsverhalten kombiniert zu vermitteln. Wesentliches Ziel ist der Erhalt der Arbeitsfähigkeit in einem von Frauen dominierten Berufsfeld, das einerseits von steigender Bedeutung für die Gesellschaft und andererseits in besonderem Maße von den Auswirkungen der demographischen Entwicklung betroffen ist.
Die Studie bindet insgesamt rund 250 bis 300 freiwillige Pflegekräfte im Alter zwischen 18 und 65 Jahren aus verschiedenen Einrichtungen in Rheinland-Pfalz ein. Die Beteiligten sollen in besonders pflegeintensiven Abteilungen (beispielsweise Geriatrie, Innere Medizin, Altenpflegeheime) mit einem hohen Anteil an weitgehend immobilen Patienten beschäftigt sein.
Voraussetzung für die Teilnahme entsprechender Abteilungen ist, dass dort bereits grundlegende Strukturen im Bereich Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit (unter anderem betriebsärztliche Betreuung, Fachkraft für Arbeitssicherheit) bestehen, die in der Studie berücksichtigt werden können.
Das Projekt geht direkt in die Betriebe und nimmt dabei sowohl Einfluss auf die Verhaltens- als auch die Verhältnisprävention. Damit ist das Projekt auf eine langfristige, nachhaltige Interaktion ausgelegt, die weit über die Herangehensweise mit üblichen Seminarangeboten hinausgeht.
Wollen Sie mit uns an der Verbesserung der Arbeitssituation von Pflegenden arbeiten und sind Sie bereit in dem genannten Projekt eigene Ressourcen einzubringen? Dann freuen wir uns auf Sie!
Bitte kontaktieren Sie uns bis zum 31.01.2012:
BGW-Präventionsdienst Mainz
Dipl.-Ing. Stefan Kuhn
Tel. (06131) 808 - 39 11
E-Mail: Stefan.Kuhn@bgw-online.de




