3. BGW Trialog Dresden: Gefährdungsbeurteilung weit mehr als eine Pflicht

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Vom 29. bis 31. Mai stand die BG Akademie für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ganz im Zeichen der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung. In Vorträgen und Workshops, an Infoständen sowie auf Tour durch die Praxisfelder bot die Veranstaltung 260 Sicherheitsfachkräften, Betriebsärzten und BGW-Experten Gelegenheit zum intensiven Austausch von Wissen und Erfahrungen.

Jens Kähler und Christian Reinke präsentieren Neuerungen aus der DGUV-Fachausschußarbeit und daraus resultierende BGW-spezifische Umsetzungen am Beispiel der BGV A2 (Unfallverhütungsvorschrift Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit) in Kleinbetrieben. Dabei legten sie die mögliche Entwicklung der Einsatzzeitenregelung sowie aktuelle Rahmenbedingungen von Betreuungsmodellen der BGV A2 dar.

Die Teilnehmer wurden über deren konkrete Ausgestaltung informiert und erfuhren mehr über das darauf basierende Produkt-Angebot der BGW. „Zukünftig“, so der Leiter Zentrale Präventionsdienste, Jens Kähler, „werden verstärkt Kooperationen mit Dach- und Standesorganisationen angestrebt.“ Diese Zusammenarbeit soll künftig eine qualitativ hochwertige betriebsärztliche und sicherheitstechnische (BuS)-Betreuung gewährleisten und attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen schaffen, das Thema Arbeitsschutz umzusetzen.

Gefahren an Modellarbeitsplätzen simuliert

Die weiteren Vorträge und Workshops (Schwerpunkte: "Neue Aspekte der Gefährdungen", "Spezielle Gefährdungen", "Gefährdungen in der Praxis") boten genügend Raum für Fragen und Anregungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auf der schon traditionellen BGW-Praxistour durch ausgewählte Modellarbeitsplätze wurden den Betriebsärzten und Sicherheitsfachkräften die Gefahren aus der Arbeitswelt simuliert.

An der BGW-Infothek sprachen die Teilnehmer angeregt mit BGW-Mitarbeitern und Präventions-Experten beispielsweise über das neue Regeluntersuchungsprogramm bei Nadelstichverletzungen und die vielfältigen Anforderungen beim Hautschutz. Die ausliegenden BGW-Schriften rundeten das umfassende Angebot ab. Darüber hinaus stellten ausgewählte Fachverlage ihre Materialien wie Handbücher, Prüflisten, Schulungsunterlagen, Foliensätze und Musteranweisungen vor.

Lästige Pflicht oder sinnvolles Instrument?

Ist die Gefährdungsbeurteilung nur eine lästige Pflicht oder doch ein sinnvolles Instrument für den Arbeitsschutz? Über diese und andere Fragen tauschten sich abschließend alle Experten im Rahmen einer moderierten Podiumsdiskussion aus. Angeregt debattiert wurde auch über die Wirksamkeit von Hilfsmethoden zur Erstellung der Gefährdungsbeurteilung (wie Checklisten). Schließlich wurde aufgezeigt, wie die Gefährdungsbeurteilung allen Mitarbeitern im Betrieb zugänglich zu machen ist. In die Runde flossen konkrete Erfahrungen der anwesenden Betriebsärzte und Sicherheitsfachkräfte ein.

Europaweite Kampagne

Jörg Stojke, Leiter der BGW-Akademie zeigte sich über den großen Zuspruch der 3. Auflage des BGW Trialog Dresden höchst erfreut: „Die positiven Reaktionen aller Anwesenden zeigen, wie sehr sich unser Konzept des Meinungsaustausches bewährt hat.“ Ein weiterer Erfolg: Noch vor seinem offiziellen Start, wurde die neue Europäische Kampagne zur Gefährdungsbeurteilung beim BGW Trialog beworben. Unter anderem mittels eines Wettbewerbs sollen praktische Lösungen bekannt gemacht werden. „Schließlich“, resümiert Jörg Stojke, „hat der BGW Trialog gezeigt, dass die Gefährdungsbeurteilung unabdingbar für den wirksamen Arbeitsschutz in Unternehmen ist“.

Sie haben Fragen und Anregungen?

  • BGW Akademie Dresden - Jörg Stojke, Projektleiter

    Königsbrücker Landstraße 4b, 01109 Dresden

    Telefon: (03 51) 457 - 2800, E-Mail