Präventionskampagne "sicher mobil"

Foto: Rollstuhlnutzerin öffnet Autotür

Wer am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teilhaben will, muss mobil sein. Das gilt auch für die rund sieben Millionen Menschen mit Behinderungen in Deutschland, von denen etwa 900.000 einen Rollstuhl nutzen. Für sie ist Mobilität mit besonderen Problemen und Risiken verbunden.

Um Unfällen von Rollstuhlnutzern vorzubeugen und die Gesundheit von Menschen mit Behinderungen in Beruf und Freizeit zu stärken, haben die BGW und der Deutsche Rollstuhl-Sportverband (DRS) von 2008 bis 2012 die Kampagne "sicher mobil" durchgeführt. Die Initiative stand unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

Mobilität fördern – für mehr Lebensqualität

Die Kampagne "sicher mobil" verfolgte zwei Ziele: zum einen, Rollstuhlnutzerinnen und Rollstuhlnutzer in ihrer selbstständigen Mobilität zu unterstützen. Und zum anderen, dass Menschen mit Behinderungen bei Bedarf sicher befördert werden. Dahinter stand das Ziel, dass die Betroffenen mehr Lebensqualität gewinnen: Durch ein selbstbestimmtes Leben und dadurch, dass sie besser am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teilhaben können.

Im Rahmen der Kampagne wurden unter anderem ein- und zweitägige Seminare zur sicheren Mobilität entwickelt. Sie richten sich an Beschäftigte in Reha-Einrichtungen und in der Behindertenhilfe sowie an Rollstuhlnutzer selbst. Inhalte sind zum Beispiel Techniken des Rollstuhlfahrens und Sport auf vier Rädern.

Mit einem Finale auf der RehaCare 2012 in Düsseldorf ist die Präventionskampagne "sicher mobil" der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes (DRS) im Oktober 2012 zu Ende gegangen. Initiatoren, Beteiligte und Gäste zogen eine positive Bilanz.

Logo der Kampagne sicher mobil

"Ich vertrau dem Kraftknoten!"

Viele Rollstuhlnutzer sind auf die Beförderung in Kleinbussen angewiesen. Wenn sie dabei nicht auf einen Fahrzeugsitz umsteigen oder umgesetzt werden können, tragen sie bei einem Unfall ein besonderes Verletzungsrisiko. Deutlich senken lässt sich dieses durch einen sogenannten Kraftknoten, ein kombiniertes Adaptersystem zum Anschnallen von Person und Rollstuhl. Obwohl der Kraftknoten deutlich mehr Sicherheit bringt, fehlt er immer noch an vielen Rollstühlen, die während der Fahrt genutzt werden. Dabei lässt er sich in vielen Fällen nachrüsten. Die BGW informiert im Rahmen der Kampagne "sicher mobil" verstärkt über das Sicherungssystem.

Bitte beachten Sie auch unsere Rubrik "Mobilität von Menschen mit Behinderungen".