Unsere Haut – Funktionen und Gefahren
Die Haut ist das größte Organ des Menschen und gleichzeitig wohl eines der am wenigsten bekannten. Sie bedeckt eine Fläche von anderthalb bis zwei Quadratmetern. Ihr Gewicht macht etwa ein Sechstel des Körpergewichts aus, im Durchschnitt sind das bis zu zwölf Kilogramm.

Wie kaum ein anderes Organ verfügt die Haut über viele unterschiedliche Funktionen. Ihre Blutgefäße und Schweißdrüsen regulieren den Wärmehaushalt des Körpers. Über ihre Nerven werden Informationen über Druck, Wärme, Kälte und Schmerz aufgenommen. Vor allem aber schützt sie den Körper vor schädlichen Umwelteinflüssen.
Gleichzeitig ist die Haut sehr zart. Sie ist nur wenige Millimeter dick und reagiert auf Belastungen äußerst sensibel. Schädlich ist vor allem der häufige Kontakt mit Wasser und Chemikalien. Deshalb müssen vor allem Berufstätige, die häufig mit diesen Substanzen in Berührung kommen, sorgsam auf den Schutz ihrer Hände achten.
Was die Haut angreift
Die Hände leiden besonders, wenn:
- sie mehr als insgesamt zwei Stunden pro Tag Feuchtigkeit ausgesetzt sind,
- flüssigkeitsdichte Handschuhe länger als zwei Stunden getragen werden,
- sie häufig und intensiv gereinigt werden müssen,
- sie mit hautschädigenden Substanzen – dazu gehören auch Wasch-, Reinigungs- und Flächendesinfektionsmittel – in Kontakt kommen.
Ist die natürliche Barrierefunktion der Haut erst einmal gestört, besteht die Gefahr eines Ekzems.
Nehmen Sie deshalb erste Alarmsignale wie gerötete, juckende oder geschwollene Hautstellen ernst. Bei frühzeitiger Behandlung sind diese Schädigungen meist noch heilbar. Dringen jedoch weiterhin schädigende Substanzen in die Haut ein, kann das zu chronischen Hautschäden führen.
Wenn die Haut allergisch reagiert
Eine Allergie ist nicht angeboren, sie wird erworben. Dabei tritt zunächst nur eine unbemerkt ablaufende Sensibilisierung ein, die sich erst später zu einer starken Abwehrreaktion des Immunsystems entwickelt. Besonders allergiegefährdet ist die Haut, wenn:
- die Hautbarriere schon geschädigt ist,
- sie wiederholt mit Allergie-Auslösern (Allergenen), wie Latex, Duft- oder Farbstoffen in Berührung kommt,
- eine besondere Empfindlichkeit (Atopie) der Haut besteht.
Dann reichen bereits geringste Mengen dieser Stoffe aus, um heftige Hautreaktionen hervorzurufen. Und eine einmal erworbene Kontaktallergie ist nicht heilbar!
Finden Sie mit Hilfe unseres neuen Hautschutz-Quiz heraus, wie Sie sich am besten im beruflichen und privaten Alltag verhalten, ohne die Haut Ihrer Hände zu gefährden.
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