Aktion Saubere Hände: BGW unterstützt Kampagne zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen

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„Aktion Saubere Hände“: Keine Chance für Krankenhausinfektionen

Krankenhausinfektionen lassen sich mit einer gewissenhaften Händedesinfektion vermeiden. Die BGW unterstützt deshalb die „Aktion Saubere Hände“, mit der Qualität und Sicherheit in der Patientenversorgung weiterentwickelt werden sollen.

Mit ihrer Kampagne „Clean Care is Safer Care“ wirbt die Weltgesundheitsorganisation WHO für mehr Patientensicherheit. Ein Schwerpunkt ist dabei die Vermeidung von Krankenhausinfektionen. In Deutschland hat sich die „Aktion Saubere Hände“ das Thema auf die Fahnen geschrieben. Die Aktion wird vom Bundesgesundheitsministerium gefördert und von der BGW unterstützt.

Träger sind das Aktionsbündnis Patientensicherheit, die Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e. V. und das Nationale Referenzzentrum für die Surveillance von nosokomialen Infektionen.

Handlungsfelder sind unter anderem:

  • die fachliche Weiterbildung des Klinikpersonals und klare Regeln zur Händedesinfektion sowie
  • der unmittelbare Zugang des Personals zu Desinfektionsmitteln und möglichst kurze Arbeitswege

Teilnehmende Krankenhäuser verpflichten sich, Maßnahmen zur Verbesserung der Händedesinfektion umzusetzen. Die Ergebnisse werden regelmäßig gemessen und zeitnah an die beteiligten Stationen weitergegeben. In einer zweiten Phase der Aktion werden dann gezielt Medizinstudenten und Auszubildende in Pflegeberufen angesprochen.

Hintergrund

Wer ins Krankenhaus muss, möchte möglichst schnell gesund werden – und bald wieder nach Hause. Nicht immer funktioniert das reibungslos. Etwa eine halbe Million Menschen in Deutschland ziehen sich jährlich im Krankenhaus eine Infektion zu. Ein häufiger Grund: Mitarbeiter desinfizieren sich die Hände nicht oder nur unzureichend.

Dass die Hände bei der Arbeit im Krankenhaus nach strengen Regeln desinfiziert werden müssen, weiß eigentlich jeder Beschäftigte – ob Chefarzt oder Pflegekraft. Im Berufsalltag bleibt bei enorm gestiegener Arbeitsdichte die Sorgfalt bisweilen auf der Strecke.

Aber wovon hängt es ab, ob sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Hände ordnungsgemäß desinfizieren? Hauptsächlich gaben die Befragten in verschiedenen Studien vier Gründe an, warum sie es manchmal nicht so genau nehmen:

  • hoher Zeitdruck
  • schlechte Erreichbarkeit der Desinfektionsmittel
  • empfindliche Haut
  • Zweifel an der Wirksamkeit der Desinfektion zur Verhinderung von Krankenhausinfektionen

Wissenslücken und das Vorbild anderer spielten ebenfalls eine Rolle.

Auch wenn sich viele Beschäftigte immer wieder persönlich für eine bessere Händedesinfektion einsetzen, zeigen die bisherigen Erfahrungen, dass punktuelle Maßnahmen zu kurz greifen. Für einen dauerhaften Erfolg müssen alle Ebenen der Krankenhausorganisation einbezogen werden.

  • Weitere Informationen für interessierte Krankenhäuser und Beschäftigte finden Sie auf den Seiten der Aktion "Saubere Hände".