05.01.2008
Gefahrstoffe in der Dialyse | TP-DiaGfU
Die gesundheitlichen Gefahren für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Dialyseeinrichtungen sind vielfältig und umfassen unter anderem. Infektionsgefährdungen, insbesondere durch Blutkontakte, Schnitt- und Stichverletzungen, psychische und physische Belastungen und nicht zuletzt die Gefährdung durch Gefahrstoffe.

Im Interesse der immungeschwächten Patienten und zu ihrem eigenen Schutz nimmt die Umsetzung von hygienischen Maßnahmen zum Schutz vor mikrobakteriellen Krankheitserregern (Viren, Bakterien etc.) einen wesentlichen Teil der Arbeit von Pflegenden in Dialyseeinrichtungen ein. Um die notwendigen hygienischen Bedingungen zu schaffen, werden Flächen, Instrumente und Maschinen chemisch desinfiziert.
Die Wirkstoffe der dafür verwendeten Mittel beseitigen infektiöse Erreger. Bei unsachgemäßer Anwendung können sie bei den Beschäftigten Hauterkrankungen hervorrufen, seltener treten Atemwegserkrankungen auf. Die Dialysebehandlung ist eine personal– und pflegeintensive Therapie. Der Ausfall eines Mitarbeiters durch einen Arbeitsunfall oder einen Gesundheitsschaden, zum Beispiel eine Verletzung der Haut durch ätzende Desinfektionsmittel, hat neben persönlichem Leid immer auch negative Folgen für den Betriebsablauf: Der Betrieb läuft nicht mehr „rund“ und beim Patienten entsteht Unzufriedenheit.
Arbeitsunfälle vermeiden
Ziel des Arbeitsschutzes ist also, Arbeitsunfälle zu vermeiden und die Mitarbeiter gesund zu erhalten. Es ist nur erreichbar, wenn alle Beteiligten entsprechend ihrer Funktion und Aufgaben gemeinsam daran arbeiten – wenn Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Bestandteil der Führungsaufgabe sind und betriebliche Interessenvertretungen ihre umfassenden Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte wahrnehmen.
Die vorliegende Schrift richtet sich in erster Linie an die Unternehmensleitung, aber auch an die branchenbetreuenden Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte. Die Broschüre will einen Überblick über die Anforderungen der Gefahrstoffverordnung geben und über die Gefahrstoffe in Dialyseeinrichtungen mit ihren möglichen Gesundheitsgefahren informieren. In einem umfangreichen praktischen Teil unterstützt sie durch die Darstellung geeigneter Schutzmaßnahmen sowie die Bereitstellung von Musterbetriebsanweisungen bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung.
Außerdem nützlich: die Broschüren "BGW kompakt- Angebote, Informationen, Leistungen für das Management in Kliniken und medizinischen Diensten" und "Gefährdungsbeurteilung in Kliniken und medizinischen Diensten"
Medientyp: BGW themen


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