01.01.2007

Abfallentsorgung - Informationen zur sicheren Entsorgung von Abfällen im Gesundheitsdienst | EP-AE

Titelbild: Spritze und passender Abfallbehälter.

In den letzten Jahren hat die rasante Entwicklung im Entsorgungsbereich dazu geführt, dass die Verantwortlichen in Krankenhäusern, Kliniken und anderen gesundheitsdienstlichen Einrichtungen bei Fragen der Entsorgung zunehmend auf das Spezialistenwissen der beauftragten Entsorgungsunternehmen setzen; die zunehmende Marktpräsenz von Dienstleistern, die die gesamte Entsorgungskette - von der Abfall-Anfallstelle (OP-Saal, Behandlungszimmer etc.) bis hin zur Anlieferung an eine geeignete Müllverbrennungs- oder Mechanisch-biologische Behandlungsanlage - abdecken, fördert diese Entwicklung.

Dabei ist zu beachten, dass jede gesundheitsdienstliche Einrichtung - unabhängig von der Betriebsgröße - als so genannter Abfallerzeuger von der "Wiege" bis zur "Bahre" für die ordnungsgemäße Entsorgung ihrer Abfälle selbst verantwortlich ist.

Wer sich den innerbetrieblichen Umgang mit Abfällen etwas genauer anschaut, wird bald feststellen, dass neben den allgemeinen abfallrechtlichen Pflichten vor allem die Aspekte des Arbeitsschutzes nicht zu vernachlässigen sind. Ein Blick in die Unfallstatistik von Krankenhäusern zeigt nämlich, dass es beim Umgang mit Abfällen immer wieder zu Verletzungen kommt (zum Beispiel Stich- und Schnittwunden). Die schwierige Aufgabe der Verantwortlichen besteht nun darin, die Anforderungen des Arbeitsschutzes und des Abfallrechts mit den jeweiligen organisatorischen und wirtschaftlichen Belangen des Hauses in Einklang zu bringen.

Die vorliegende Themenschrift möchte dabei helfen, die in gesundheitsdienstlichen Einrichtungen anfallenden Abfälle sicher, rechtskonform und in einem wirtschaftlich vernünftigen Rahmen zu entsorgen. Sie soll den Leser dabei unterstützen, Änderungserfordernisse im eigenen Hause frühzeitig zu erkennen und zu beheben, um unnötige Unfälle oder Erkrankungen des Personals sowie Ärgernisse mit den zuständigen Behörden zu vermeiden und den guten Ruf des Hauses in der Öffentlichkeit zu erhalten.

Autor(en): Dr. André Heinemann, BGW; Frank Diekmann, Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen

Medientyp: BGW themen

Download (0.72MB)

In den Infokorb