21.08.2009
BGW qu.int.as: Zusatzmodul für Betriebliches Eingliederungsmanagement in Pilotbetrieb erfolgreich getestet
Im Rahmen eines Pilotprojektes hat das Berufsförderungswerk Sachsen-Anhalt (Bfw) das für BGW qu.int.as neu entwickelte Zusatzmodul "Betriebliches Eingliederungsmanagement" (BEM) erfolgreich erprobt. In einer Feierstunde am 21. August 2009 erhielt das in Staßfurt ansässige Unternehmen sein Pilotzertifikat. Mit dem Zusatzmodul können die Managementanforderungen der BGW zum Arbeitsschutz (MAAS-BGW) um die Anforderung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement erweitert werden.

„Das von der BGW neu entwickelte Modul ermöglicht es uns, das Betriebliche Eingliederungsmanagement in unser Qualitätsmanagment-System zu integrieren“, sagt Bfw-Geschäftsführer Frank Memmler. Nach den Erfahrungen der Pilotphase liegen die Vorteile dieses Ansatzes auf der Hand. Das BEM-Verfahren ist Bestandteil des Qualitätsmanagement-Handbuchs geworden, bei den Sitzungen des QM- und Arbeitsschutzausschusses sitzt die BEM-Beauftragte des Betriebes mit am Tisch. Beides, so Frank Memmler, sorge für die betriebliche Verzahnung und damit für kurze Wege, um bereits frühzeitig Gefährdungspotenziale zu reduzieren. Und das kommt wiederum den Beschäftigten zugute. „Für uns ist die Erweiterung des integrierten Managementsystems, bestehend aus Qualitätsmanagement und Arbeitsschutz, um das BEM-Modul genau der richtige Ansatz für ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement“, sagt Katrin Ackermann, die QM-Beauftragte des Bfw.
Sicherheit und Gesundheit qualifiziert managen – qu.int.as
Das Präventionsangebot qu.int.as - Qualitätsmanagement mit integriertem Arbeitsschutz - zielt auf systematischen Arbeitsschutz im Betrieb: Eingebunden ins Qualitätsmanagement trägt er entscheidend dazu bei, die Gesundheit der Beschäftigen zu fördern und so Leistungsqualität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Weiter wird die Rechtssicherheit erhöht und das Haftungsrisiko gegenüber Kostenträgern und Behörden gesenkt. Die BGW unterstützt die Einführung von qu.int.as auch finanziell – durch eine Förderung nach erfolgreicher Zertifizierung.
Nach dem gelungenen Pilotprojekt bereitet die BGW derzeit die Erweiterung der MAAS-BGW um das Zusatzmodul BEM vor.
Berufsförderungswerk Sachsen-Anhalt – fit für Arbeit
Als gemeinnütziger Dienstleister im sozialen Bereich stellt das Berufsförderungswerk Sachsen-Anhalt Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen sowie sozial, alters- und arbeitsmarktbedingt Benachteiligte in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Seit der Gründung im Jahr 1991 haben etwa 11.300 Menschen die vielfältigen Leistungen des Unternehmens in Anspruch genommen. Ein hohes Qualitätsniveau zählt im Bfw Sachsen-Anhalt zur Unternehmenskultur und ist Grundlage des wirtschaftlichen Handelns. Begonnen hat der soziale Dienstleister 2004 mit dem Aufbau eines QM-Systems nach DIN EN ISO 9001, das im Mai 2007 bestätigt wurde. Als bundesweit drittes Unternehmen ließ das Berufsförderungswerk im Februar 2007 erstmalig das Betriebliche Eingliederungsmanagement im Rahmen des EIBE-Projekts nach den CBDMA?-Standards (Consensus Based Disability Management Audit) zertifizieren. Dritter Baustein des ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements war 2007 die erfolgreiche Implementierung des Arbeitsschutzes in das bestehende QM-System im Rahmen des Präventionsangebots BGW qu.int.as.
- Betriebliches Eingliederungsmanagement und qu.int.as: Die QM-Beauftragte des Bfw, Katrin Ackermann, schildert ihre Erfahrungen.
BGW – ein starker Partner
Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist die gesetzliche Unfallversicherung für mehr als 565.000 nichtstaatliche Einrichtungen im Gesundheitswesen und der Wohlfahrtspflege. Eine ihrer zentralen Aufgaben ist der Gesundheitsschutz in der Arbeitswelt. In diesem Kontext steht das Präventionsangebot qu.int.as. Es kann bisher von Einrichtungen genutzt werden, deren QM-System auf DIN EN ISO 9001, KTQ, EFQM oder QEP basiert sowie auf deren branchenspezifischen Interpretationen. Anpassungen für weitere Modelle werden derzeit entwickelt.
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