24.11.2009

Über sechs Wochen krankgeschrieben: Wie schaffe ich es zurück in den Job? - BGW: Immer mehr Unternehmen bieten Eingliederungsmanagement

Foto: Mann und Frau, beide am Tisch sitzend, blicken gemeinsam in einen Terminplaner Es kommt es auf den individuellen Fall und das persönliche Gespräch an
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Längere Krankheit ist für die Betroffenen häufig mit Angst um den Arbeitsplatz verbunden. Inzwischen gibt es in vielen Unternehmen jedoch ein Betriebliches Eingliederungsmanagement, um langzeiterkrankten Mitarbeitern die Rückkehr zu erleichtern. Davon profitieren keineswegs nur die Beschäftigten, sondern insbesondere auch die Unternehmen, informiert die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).

Wer längere Zeit krank ist und an seinem Arbeitsplatz ausfällt, macht sich Sorgen: Wie wird es nach der Rückkehr weitergehen? Kann ich den Anforderungen meines Jobs dauerhaft genügen? Werde ich noch gebraucht? Oder werde ich einfach aufs Abstellgleis geschoben? Eine längere Krankheit löst bei Arbeitnehmern häufig Angst um den Arbeitsplatz aus.

Eingliederungsmanagement anbieten

Aber auch für die Unternehmen bedeutet der Ausfall: Verlust von Know-how und Erfahrung, Kosten für Lohnfortzahlung und Überbrückung oder für Personalsuche und Einarbeitung. Schätzungen zufolge kostet ein Ausfalltag ein Unternehmen bis zu 400 Euro am Tag. „Fällt eine Arbeitskraft länger aus, stellt das alle Beteiligten vor Probleme“, erläutert Markus Taddicken von der BGW. „Daher nutzen immer mehr Unternehmen das Instrument des Betrieblichen Eingliederungsmanagements, um den Verlust erfahrener und wertvoller Arbeitskräfte zu verhindern.“ Seit einiger Zeit sind sie sogar gesetzlich aufgefordert, allen Mitarbeitern, die insgesamt länger als sechs Wochen in einem Jahr krankgeschrieben waren, ein Eingliederungsmanagement anzubieten.

Systematisch vorgehen und feste Ansprechpartner etablieren

In der Praxis herrscht jedoch oft Unsicherheit, wie das Eingliederungsmanagement konkret durchgeführt werden sollte. „Es hat sich ein Markt mit unterschiedlichen Angeboten gebildet“, beobachtet der BGW-Experte. „Doch es gibt dabei kein Patentrezept. Es gilt einerseits, systematisch vorzugehen und ein Eingliederungsmanagement sowie feste Ansprechpartner im Unternehmen zu etablieren, andererseits aber auch für jeden Fall individuell die beste Lösung zu finden.“ So kann eine Eingliederung stufenweise mit anfangs verkürzten Arbeitszeiten, aber auch mit einer Umschulung in ein neues Aufgabengebiet oder durch eine Umgestaltung des Arbeitsplatzes geschehen. Aspekte wie Datenschutz, Sozialrecht, Angebote der Sozialversicherungsträger und Kommunikation spielen eine wichtige Rolle und müssen beachtet werden. „In Zeiten, in denen in einigen Branchen wie Gesundheits- und Pflegeberufen die Arbeitskräfte knapp werden“, schlussfolgert Markus Taddicken, „ist das Eingliederungsmanagement eine gute Möglichkeit, wertvolle, vor allem ältere Arbeitskräfte zu halten. Wir als gesetzliche Unfallversicherung für das Gesundheitswesen legen es allen Unternehmen sehr ans Herz.“

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Medientyp: Presseinformation

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Betriebliches Eingliederungsmanagement - Praxisleitfaden