22.09.2009
Häufig nasse Hände? Achten Sie auf Ihre Haut! - BGW: Wer viel mit Wasser und Reinigungsmitteln umgeht, muss seine Hände schützen
Putzen, spülen, waschen - wer oft nasse Hände hat, riskiert ein Ekzem oder eine Allergie, informiert die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), die zweitgrößte gesetzliche Unfallversicherung in Deutschland.

Es klingt paradox - aber Wasser trocknet die Haut aus. Es wäscht die hauteigenen Fette aus der obersten Hautschicht heraus. Häufig nasse Hände führen bereits dazu, dass die Hautbarriere geschädigt wird. Seife, Reinigungsmittel oder andere Zusätze verstärken dies noch. „Wer insbesondere im Beruf nasse Hände kaum vermeiden kann, sollte sie vorbeugend schützen und erste Anzeichen von Hautreizungen ernst nehmen“, empfiehlt Dr. Ute Pohrt, Leiterin des Fachbereichs Berufsdermatologie der BGW. Häufig betroffen sind Friseure (siehe Kasten), Pflegekräfte und Reinigungspersonal, aber auch Beschäftigte in der Lebensmittelindustrie, Floristen und andere.
Berufliche Existenz gefährdet
Erste Symptome sind trockene, schuppige Hautstellen oder Rötungen. Bleibt die Haut weiter schädlichen Einflüssen ausgesetzt, schreitet die Entzündung voran: Die Hände sind geschwollen und rot, jucken stark; es bilden sich Bläschen und schmerzhafte, schlecht heilende Risse. Die Gefahr, zusätzlich zu einem solchen Ekzem eine Allergie zu bekommen, ist groß. Nicht selten steht die berufliche Existenz auf dem Spiel, weil das Ekzem in der Regel schlecht abheilt und die Friseurin zum Beispiel keine Haare oder die Altenpflegerin keine älteren Menschen mehr waschen kann.
Schutzhandschuhe schaffen Abhilfe
Effektiver Hautschutz beginnt nach Aussage der BGW-Expertin mit der Überlegung, ob die Feuchtarbeit insgesamt reduziert werden kann. Auch Schutzhandschuhe schaffen Abhilfe, sollten aber nicht allzu lange getragen werden: Nach einiger Zeit beginnen die Hände darin zu schwitzen und werden feucht. So oft wie möglich sollte man ihnen daher eine „Trockenpause“ gönnen. Eine weitere Schutzmaßnahme ist, eine Hautschutzcreme zu verwenden, die vor Beginn der Tätigkeit gut eingerieben wird. Sie sollte keine Duft- und wenig Konservierungsstoffe enthalten und mehrmals am Tag aufgetragen werden. Nach der Arbeit sollten die Hände - wenn nötig - sanft mit einer pH-hautneutralen Waschlotion gereinigt, abgetrocknet und zum Schluss mit einer pflegenden Creme behandelt werden.
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- Weitere nützliche Informationen zum Thema Haut finden Sie in unserer Rubrik "Hauptsache Hautschutz".
Friseure: Haarewaschen mit Handschuhen wird Standard
Man sieht es immer häufiger - und bald soll es Standard in allen Friseursalons sein: das Haarewaschen mit Schutzhandschuhen. Dies ist das Ziel der bundesweiten Kampagne „Lebe Deinen Traum. Mit Glamour, Style und schönen Händen“, die die BGW jetzt gestartet hat.
Mit vielfältigen Angeboten für Friseurunternehmer und Beschäftigte will die BGW erreichen, dass Hautschutz in den Salons zur Selbstverständlichkeit wird. Hintergrund sind die Hauterkrankungen im Friseurhandwerk, die häufig zum Ausbildungsabbruch und Berufsausstieg führen. Sie ziehen persönliches Leid und hohe Kosten nach sich. Dem lässt sich mit einfachen Mitteln vorbeugen.
Mehr Informationen unter: www.lebe-deinen-traum.de
Medientyp: Presseinformation

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