07.11.2007

Beispiel Gute Praxis Einrichtung Seniorenzentrum

Einrichtung: Johanniter-Stift-Kaarst, Kaarst

Multiplikator: Frau Reckmann

Bezirksstelle: Köln

  1. Wie groß ist das Unternehmen? Wie viele Mitarbeiter arbeiten dort?
    Der Johanniter-Stift-Kaarst wurde 2004 neu errichtet. Es handelt sich um ein Seniorenzentrum mit 2 Pflegewohnbereichen für jeweils 40 pflegebedürftige alte Menschen ( 80 Einzelzimmer verteilt auf 2 Etagen), darin eingestreut sind 20 Zimmer für betreutes Wohnen.
    Träger ist die Johanniter-Seniorenzentrum gemeinnützige Gesellschaft mbH. Die Einrichtung ist Mitglied des Diakonischen Werkes der evangelischen Kirche im Rheinland.

  2. Was war der Grund für die Maßnahmen? Was gab es für Probleme?
    Es fiel den Pflegeassistentinnen und Pflegefachkräften schwer in der Arbeitsorganisation Prioritäten zu setzen und selbständig Arbeitsabläufe zu organisieren. Eigene Ressourcen wurden überschätzt, wodurch wichtige Aufgaben vergessen wurden und Mitarbeiter sich überfordert fühlten. Trotzdem wollten sie sich keine Schwäche erlauben, da sie Angst hatten unkollegial zu handeln. Übergaben waren zeitlich zu knapp bemessen und fanden nicht persönlich statt. Die Zusammenarbeit mit Angehörigen wurde als schwierig bezeichnet.

  3. Wie gestaltete sich die Lösung?
    Die Einrichtung entschloss sich gesu.per (Betriebliche Gesundheitsförderung durch Personalentwicklung“) durchzuführen. Die Einrichtung hatte zudem das Jahresthema „Gewalt in der Pflege“ und stufte „Personalentwicklung durch Gesundheitsförderung“ als eine Maßnahme zur Prophylaxe verbaler Gewalt ein. Nach Bildung eines Steuerkreises und einer Problemanalyse wurden folgende Bausteine vermittelt:

    1. Transfertraining für Führungskräfte (1 x 3h)
    2. Kommunikationstraining in 3 Gruppen für alle Mitarbeiter (pro Gruppe 2 x 0,5 Tage)
    3. Selbstorganisiertes Arbeiten (1 x 0,5 Tage, 1 x 3h)
    4. Selbstorganisiertes Arbeiten (1 x 0,5 Tage, 1 x 3h))
    5. Eigene Interessen selbstsicher vertreten (1 x 0,5 Tage, 1 x 2h)

  4. Wie kann der Erfolg definiert werden?
    Durch das Training ist in der gesamten Einrichtung eine wertschätzende und klare Kommunikation eingeführt worden. Die Gesprächskultur hat sich nachhaltig intensiviert und verbessert. Die Beschäftigten sind in der Lage Ursachen für Konflikte erst zu reflektieren und nicht vorschnell Kollegen, Patienten oder Angehörige verantwortlich zu machen.

  5. Wie bewertete der Betrieb die Durchführung?
    Der Steuerkreis beurteilte die Art und Weise, wie die Inhalte erarbeitet wurden als gemeinsame Entwicklung, das den Bewusstmachungsprozess positiv beeinflusste. Durch die praxisnahen Inhalte blieb die Motivation erhalten.

  6. Weiterführende Links
    Abschlussbericht der Multiplikatorin


  7. Originalzitate
    „Ein erfolgreiches Projekt mit nachhaltiger Wirkung in der Teamarbeit und in der Mitarbeiterführung“
    „Ein richtig runde Sache, die weit über eine übliche Fortbildungsmaßnahme hinausgeht durch die Prozesshaftigkeit und die Beteiligung aller Ebenen.“

  • Wie lauten die Ansprechpartner?

    Multiplikatorin: Frau Reckmann, Telefon (0031) 43-3062989
    Einrichtung: Frau Rosel Band, Telefon (02131) 406 70

Medientyp: Infomaterial