27.08.2009

Beispiel Gute Praxis Einrichtung Altenhilfezentrum

Einrichtung: Evangelisches Altenhilfezentrum Haus Salem, Witzenhausen

Multiplikator: Frau Mauritz

Bezirksstelle: Hannover

1. Wie groß ist das Unternehmen? Wie viele Mitarbeiter arbeiten dort?
Die Einrichtung bietet insgesamt 48 vollstationäre Pflegeplätze, zwei Appartements für betreutes sowie 15 Bungalows für altengerechtes Wohnen. Darüber hinaus stehen fünf Mietwohnungen für ältere Menschen zur Verfügung.
Neben der Heimleiterin (gleichzeitig Pflegedienstleitung) sowie der stellvertretenden Pflegedienstleitung sind im Pflegebereich 24 Personen beschäftigt (verteilt auf 15 Stellen) und 13 in der Hauswirtschaft (verteilt auf 8,7 Stellen).

2. Was war der Grund für die Maßnahmen? Was gab es für Probleme?
Die wesentlichen Gründe für die Teilnahme am Programm waren Schwierigkeiten beziehungsweise Unterstützungsbedarf bei folgenden Punkten:

  • Rückmeldung über die Arbeitsleistung / Feedback an Kollegen und Vorgesetzte
  • Ein offenes Ohr für Mitarbeiterprobleme haben
  • Realistische Einschätzung und guter Umgang mit der eigenen Gesundheit und den eigenen Ressourcen
  • Richtiger Einsatz des eigenen Wissens
  • Erkennen der Einrichtungsziele
  • Gewissenhafte Arbeitsausführung

3. Wie gestaltete sich die Lösung?
Aufgrund der oben genannten Schwierigkeiten beziehungsweise Unterstützungsbedarfe entschloss man sich, im gesamten Hause das Programm „Betriebliche Gesundheitsförderung durch Personalentwicklung“ durchzuführen. Die Planung und Durchführung der Maßnahmen lag in den Händen des Steuerkreises sowie der Multiplikatorin.
Aus der Bedarfsanalyse ergaben sich folgende Zielsetzungen für das Projekt:

  • Loben und Zuhören lernen
  • Grenzen erkennen
  • Besser Probleme aussprechen
  • Konflikte klären
  • Mehr Lob und Anerkennung erhalten
  • Praktikanten und neue Mitarbeiter anleiten können
  • Eigene Interessen vertreten

Ausgehend davon wurden folgende Schulungsmaßnahmen durchgeführt:

  • Baustein „Transfertraining“ (3 Stunden mit zwei Teilnehmerinnen und Teilnehmern)
  • Baustein „Kommunikation bewusst gestalten“ (2x8 Stunden mit zwei Gruppen à 12 beziehungsweise elf Teilnehmern)
  • Baustein „Konflikte konstruktiv lösen“ (8 Stunden mit zwei Gruppen à 13 beziehungsweise acht Teilnehmern)
  • Baustein „Stress bewältigen“ (8 Stunden mit zwei Gruppen à 12 beziehungsweise zehn Teilnehmern)
  • Baustein „Zeitmanagement“ (8 Stunden mit zwei Gruppen à 14 beziehungsweise 16 Teilnehmern)
  • Baustein „Eigene Interessen vertreten“ (4 Stunden mit zwei Gruppen à elf Teilnehmer)

4. Wie kann der Erfolg definiert werden?
Es konnten in einigen Bereichen klare Verbesserungen erzielt werden und die Trainings wurden von den beziehungsweise mehrheitlich als gut bis sehr gut empfunden. Für die Zukunft ist eine Fortführung des Programms geplant und es sollen längerfristig weitere Schulungsthemen angeboten werden.

5. Wie bewertete der Betrieb die Durchführung?
Im Rahmen der Erfolgskontrolle wurde das gesamte Projekt anhand der Rückmeldungen der Teilnehmer, der Multiplikatorin sowie des Steuerkreises bewertet. Insgesamt wurde über die etwa eineinhalbjährige Projektlaufzeit ein positives Fazit gezogen. So wurden sowohl der Ablauf als auch die Inhalte der Trainings von den Teilnehmern als gut bis sehr gut beurteilt. Der Steuerkreis bemängelte jedoch die stellenweise zu langen Einheiten und regte einen größeren Teil an praktischen Übungen an. Die Transfersicherung wurde durch die Hauswirtschafts- und Pflegedienstleitung gewährleistet und verlief ebenfalls erfolgreich. Der gesamte Prozess von der Steuerkreisbildung bis zur Erfolgskontrolle wurde seitens der Heimleitung, der stellvertretenden Pflegedienst- sowie Hauswirtschaftsleitung aktiv und verantwortungsvoll unterstützt. Der Steuerkreis empfand den Austausch mit anderen Bereichen ebenso als gewinnbringend wie das gemeinsame Lachen, den lockeren Umgang untereinander sowie die verbesserte, offenere Ansprache von Problemen. Auch der Abstand vom Arbeitsalltag wurde als positiv bewertet. Insgesamt stieß das Projekt daher bei allen Beteiligten auf hohe Akzeptanz.

6. Weiterführende Links
Abschlussbericht



Wie lauten die Ansprechpartner?

Multiplikatorin: Frau Marita Mauritz Telefon (04705) 486
Einrichtung: Patricia Hüther Telefon (05542) 50 36 303

Medientyp: Infomaterial