27.02.2009
Beispiel Gute Praxis Einrichtung Seniorenzentrum
Einrichtung: Barmherzige Brüder Seniorenzentrum St. Josefstift Trier
Multiplikator: zunächst Frau Klein / danach Frau Andres
Bezirksstelle: Mainz

1.Wie groß ist das Unternehmen? Wie viele Mitarbeiter arbeiten dort?
Das Seniorenzentrum St. Josefstift ist eine stationäre Altenpflegeeinrichtung der Barmherzige Brüder e.V.. Sie beschäftigt circa 80 Mitarbeiter.
2.Was war der Grund für die Maßnahmen? Was gab es für Probleme?
Ziel der Maßnahme war es, ein konstruktives, vertrauensvolles Arbeitsklima zu entwickeln, für ein einheitliches Arbeitsverständnis bei der Pflege von Demenzerkrankten zu sorgen, die konstruktive Auseinandersetzung mit dem Pflegekonzept der Einrichtung („Begleitung in einer anderen Welt“) zu fördern und die Mitarbeiter zu einer stärkeren Reflexion des eigenen gesundheitsförderlichen Verhaltens anzuregen.
3.Wie gestaltete sich die Lösung?
Die Einrichtung entschloss sich, gesu.per durchzuführen. Nach Bildung eines Steuerkreises und der Bedarfsanalyse wurden die nachfolgenden Bausteine von der Multiplikatorin an das Team des Wohnbereichs St. Antonius vermittelt. Sofern nicht anders angegeben, fand jeweils eine Trainingseinheit von 4,5 Stunden mit zehn Teilnehmern statt.
- Kommunikationstraining
- Stressprävention und -bewältigung
- Konflikttraining
Teamentwicklung:
- Eine Einheit allgemein zu diesem Thema
- Zwei Einheiten mit dem Fokus auf das Pflegekonzept „Begleitung in einer anderen Welt“ und das gemeinsame Arbeitsverständnis (mit je acht Teilnehmern, dritte Einheit mit fünf Stunden Dauer)
- Eigene Interessen selbstsicher vertreten (mit neun Personen)
Den Abschluss der Trainingseinheiten bildete eine Klausurtagung, im Rahmen derer einzelne Aspekte noch einmal – zum Teil auch in Form von Übungen – thematisiert wurden. Zudem zogen die Trainingsteilnehmer ein abschließendes Fazit zum Projektverlauf.
4.Wie kann der Erfolg definiert werden?
Durch den verstärkten Austausch innerhalb der Trainings lernten sich die Teilnehmer besser kennen und konnten ihr gegenseitiges Vertrauen deutlich ausbauen. Es wurden auch offen Konflikte angesprochen und gemeinsame Lösungen entwickelt. Die Zusammenarbeit wurde vor allem besser, nachdem man sich darüber bewusst geworden waren, dass allen gleichermaßen das Wohlergehen der Bewohner am Herzen lag. Insgesamt wurde dadurch eine Verbesserung des Arbeitsklimas erzielt, die letztlich dazu führte, dass die Mitarbeiter wieder gerne zur Arbeit kamen und sich in höherem Maße mit ihrem Wohnbereich identifizierten.
In den Trainingseinheiten war ferner wiederholt die Reflexion des eigenen Verhaltens Thema – auch im Hinblick auf das eigene Gesundheitsverhalten. In diesem Zusammenhang ist zu erwarten, dass bereits der vertrauensvollere Umgang miteinander zukünftig einiges zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter beitragen wird.
Das Arbeitsverständnis für die Pflege konnte besprochen und Abweichungen geklärt werden. Auch die Auseinandersetzung mit dem Pflegekonzept war sehr konstruktiv und nachdem sich das Team bewusst geworden war, dass das Konzept durchaus modifiziert werden konnte, entwickelten sie einige Änderungsvorschläge und unterbreiteten diese dem Heimleiter.
Ein weiteres Treffen soll zeigen, ob diese bislang positiven Ergebnisse auch längerfristig anhalten.
5.Wie bewertete der Betrieb die Durchführung?
Frau Klein konnte das Projekt nach der zweiten Sitzung aus berufliche Gründen nicht mehr betreuen. Die Aufgaben wurden dann von Frau Andres übernommen, mit deren Leistungen die Einrichtungsleitung ebenso wie die Mitarbeiter sehr zufrieden waren. So wird auch über das Ende des Projektes hinaus noch eine weitere Zusammenarbeit stattfinden. Obschon sich die einzelnen Sitzungen bzw. Trainingseinheiten organisatorisch zum Teil recht schwierig gestalteten, da der normale Betrieb auf dem Wohnbereich fortgeführt werden musste, hat das Projekt den Mitarbeitern aus Sicht der Einrichtungsleitung gut getan. Ohne die finanzielle Unterstützung der BGW wäre eine solche Maßnahme jedoch für die eher kleine Einrichtung nicht finanzierbar gewesen.
6.Links
Abschlussbericht der Multiplikatorin
7.Originalzitate
„Wir sind ein Team!“ (Fazit der abschließenden Klausurtagung)
Wie lauten die Ansprechpartner?
Multiplikatorin: Frau Andres Telefon (063 96) 91 10
Einrichtung: Daniel Knopp Telefon (065 1) 937 761 0
Medientyp: Infomaterial




