07.02.2008

Beispiel Gute Praxis Einrichtung Sozialstation

Einrichtung: Sozialstation Saarlouis
Multiplikator: Frau Klein
Bezirksstelle: Mainz

  1. Wie groß ist das Unternehmen? Wie viele Mitarbeiter arbeiten dort?
    Die Sozialstation Saarlouis ist eine ambulante Pflegestation mit 11 Vollzeitkräften und 46 Teilzeitkräften. Die Teilzeitkräfte haben unterschiedliche Verträge von 50 bis 100 Prozent.

  2. Was war der Grund für die Maßnahmen? Was gab es für Probleme?
    Die Mitarbeiter müssen ständig mit hohen Anforderungen und hoher Verantwortung zurechtkommen. Es ist der Einrichtung deswegen wichtig, die Mitarbeiter stets weiterzubilden, um so eine psychosoziale Unterstützung bieten zu können und die sozialen und personalen Kompetenzen zu fördern.
    So wird langfristig die Gesundheit der Mitarbeiter gestärkt und die Motivation gefördert.
  3. Wie gestaltete sich die Lösung?
    Die Einrichtung entschloss sich, gesu.per durchzuführen. Nach Bildung eines Steuerkreises und einer Bedarfsanalyse sowie unter Berücksichtigung von Informationen aus einer bereits zuvor durchgeführten Mitarbeiterbefragung, wurden die nachfolgend aufgeführten Bausteine von einer Multiplikatorin an insgesamt 59 Mitarbeiter aus der gesamten Einrichtung vermittelt. Dabei konnten die Mitarbeiter zwischen Supervision und Training entscheiden:

    2006
    Berufsverständnis (2x12 Teilnehmer, 2,5 Stunden)
    Kommunikation (2x12 Teilnehmer, 2,5 Stunden)
    Konfliktverhalten (2x12 Teilnehmer, 2,5 Stunden)
    selbstorganisiertes Arbeiten (2x12 Teilnehmer, 2,5 Stunden)
    Entspannungstrainings (2x12 Teilnehmer, 2,5 Stunden)


    2007
    Umgang mit verwirrten Patienten und deren Angehörigen (11Teilnehmer, 5x2,5 Stunden)
    Methodisches Vorgehen zum besseren Gestalten und Evaluieren beziehungsweise Reflektieren meiner Arbeit beim Patienten (11Teilnehmer, 5x2,5 Stunden)
    Selbstorganisiertes Arbeiten (11Teilnehmer, 5x2,5 Stunden)
    Stressimmunisierung (11Teilnehmer, 5x2,5 Stunden)

  4. Wie kann der Erfolg definiert werden?
    Die Einrichtung nutzt das gesu.per-Programm im Rahmen eigener betrieblicher Gesundheitsförderung. Nach drei Jahren konnte festgestellt werden, dass sich der Gesundheitszustand der Mitarbeiter um rund 40 Prozent im Vergleich zum Ausgangsjahr verbessert hat. Eine von der Einrichtung durchgeführte Längsschnittstudie zeigte, dass die Maßnahmen im Rahmen der Personalentwicklung zu einer Senkung des Krankenstandes geführt haben. Von 2005 auf 2006 verringerte sich der Stand von durchschnittlich 7,6 Tagen pro Mitarbeiter auf 6,1 Tage.

    Durch die hohe Unterstützung der Geschäftsleitung und Führung sowie die sehr guten Rahmenbedingungen konnte das Programm fast problemlos durchgeführt werden.

  5. Wie bewertete der Betrieb die Durchführung?
    Das Programm konnte sehr gut in das bestehende Programm zur Betrieblichen Gesundheitsförderung integriert werden. So wurden zum Beispiel bereits vorhandene Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung für die Bildungsplanung genutzt.

  6. Links
    Abschlussbericht der Multiplikatorin
    Fragebogen

  7. Originalzitate
    „Sich mit Themen auseinanderzusetzen, die man früher in der Ausbildung nicht hatte, und die sehr wichtig für mich waren, das hat mir gut gefallen.“

    Ich fand gut, „dass man Probleme vortragen konnte, die in der Gruppe erörtert wurden und dass Lösungsvorschläge ausgetauscht wurden.“

    Die „Zusammenarbeit mit den Kollegen, Kommunikation.“ hat mir gut gefallen.

Wie lauten die Ansprechpartner?

  • Multiplikatorin: Frau Klein 0175-5862074
  • Einrichtung: Frau Robert 0170-2818749

Medientyp: Infomaterial