25.05.2011
2.Symposium zu Gesundheitsrisiken in Pflegeberufen - Inhalte der Fortbildungsveranstaltung vom 25.05.2011 am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Der Bedarf an professioneller Pflege wird sich bis zum Jahr 2050 verdreifachen. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, muss der Pflegeberuf attraktiver werden und die vorhandenen Pflegekräfte müssen länger gesund in der Pflege arbeiten können. Bereits die Hälfte des zukünftigen Bedarfs an Pflegekräften wird abgedeckt sein, wenn es gelingt, die Verweildauer im Beruf der Altenpflege so zu steigern, dass sie derjenigen im Krankenpflegeberuf entspricht.

Der Abbau psychischer Belastungen und die Stärkung gesundheitsfördernder Aspekte der Arbeit werden Schlüssel zur Verlängerung der Verweildauer im Pflegeberuf sein. Die Analyse der psychosozialen Belastungen in der Pflege und ein entsprechender Vergleich mit anderen Branchen hilft, Stärken und Schwächen in der Arbeitsgestaltung zu identifizieren und Handlungsfelder zu ermitteln. Die psychosozialen Aspekte der Arbeit in der ambulanten Pflege werden nach Copenhagen Psychosocial Questionnaire (COPSOQ) besser bewertet als die der stationären Altenpflege. Insbesondere die Arbeitszufriedenheit ist hier hoch.
Ungünstige Körperhaltungen in der Pflege sind ein möglicher Risikofaktor für die Entstehung oder Verschlimmerung von Rückenbeschwerden. Mittels
Computer unterstützter elektronischer Langzeitanalyse (CUELA) lassen sich Häufigkeit und Dauer ungünstiger Körperhaltungen untersuchen.
Auf dem diesjährigen Symposium wurden im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung am 25.05.2011 im Hörsaal Anatomie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) der zukünftige Bedarf an professioneller Pflege sowie Ansätze zur Erhöhung der Attraktivität des Pflegeberufes vorgestellt und diskutiert. Ungünstige Körperhaltungen sowie die Analyse der psychosozialen Belastungen in der Pflege waren weitere Themen dieser Veranstaltung. Eingeladen wurden Experten der Betriebsmedizin und der ambulanten sowie stationären Pflege mit dem Ziel, nicht nur zu informieren, sondern auch Rund um das Thema Pflegeberuf zu diskutieren.
Diese Fortbildungsveranstaltung ist entstanden aus einer Kooperation zwischen der BGW und dem Competenzzentrum Epidemiologie und Versorgungsforschung bei Pflegeberufen (CVcare), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, welches mit der Stiftungsprofessur unter der Leitung von Prof. Dr. med. Albert Nienhaus geschaffen wurde.
Die Inhalte der einzelnen Beiträge stehen hier als Download zur Verfügung:
Medientyp: Fachartikel




