26.11.2009

Postexpositionsprophylaxe nach potentieller Exposition mit Herpes B-Viren

Das Risiko einer Herpes B-Virus Infektion ist gering, aber das Risiko für einen tödlichen Verlauf der Infektion ist sehr hoch. Durch geeignete organisatorische, technische und persönliche Schutzmaßnahmen ist ein hoher Sicherheitsstandard erreichbar. Besonders ausreichende Kenntnisse über die Biologie des B Virus und die sich daraus ergebenen Verhaltens- und Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit den Tieren und adäquates Training reduzieren das Gefahrenpotential erheblich.

Deshalb ist eine sinnvolle Aufklärung, Belehrung und Einarbeitung für alle Beschäftigten in Primatenhaltungen und für Labormitarbeiter, die mit potentiellem infektiösem Material arbeiten, regelmäßig durchzuführen. Nach einer potentiellen Kontamination muss für den Betroffenen unmittelbar eine Risikoabschätzung zur postexpositionellen Chemoprophylaxe und gegebenenfalls die Durchführung sicher gestellt sein. Hierzu bedarf es eines entsprechenden innerbetrieblichen Risikomanagements, wie es in dieser Empfehlung aufgezeigt wird.

Der Artikel wurde englischsprachig unter dem Titel "Recommendation for post-exposure prophylaxis after potential exposure to herpes b virus in Germany" veröffentlicht im Journal of Occupational Medicine and Toxicology 2009, 4:29.

Autor(en): Thomas Remé, Klaus Dieter Jentsch, Juliane Steinmann, Stephanie Kenner, Ulrich Straile, Eberhard Buse, Andreas Sauerbrei und Franz-Josef Kaup

Medientyp: Fachartikel