12.12.2008

Outcome of Occupational Latex Allergy—Work Ability and Quality of Life

Die BGW führte in den Jahren 2006/2007 eine Studie zu den nachhaltigen Auswirkungen der Latexallergie bei Beschäftigten im Gesundheitswesen durch. Die Arbeitsfähigkeit wurde mit dem Work Ability Index gemessen. Für die Erhebung der Lebensqualität wurden die Instrumente „Mini Asthma Quality of Life Questionnaire“ und „Dermatology Life Quality Index“ herangezogen.

Ergebnisse
An der Fragebogenerhebung nahmen 196 Personen teil, von denen 107 Personen pflegerisch tätig waren. Zwischen Antragstellung auf Anerkennung als Berufskrankheit und der Fragebogenerhebung lagen im Durchschnitt sieben Jahre. In den sechs Monaten vor Erhebung hatten 63% der Befragten Latexallergie-bezogene Symptome, die Intensität dieser Symptome war jedoch zwischen Antragstellung und Befragungszeitpunkt signifikant gesunken. Den befragten Personen gelang die Latexmeidung im privaten häufig besser als im beruflichen Umfeld. Wenn es gelang, Latex im Arbeitsumfeld zu meiden, stieg die Arbeitsfähigkeit. Die Lebensqualität war durch die Latexallergie kaum eingeschränkt.

Schlussfolgerungen
Die Einführung puderfreier Handschuhe scheint hinsichtlich der Lebensqualität und der Arbeitsfähigkeit beim größten Teil der Versicherten mit Latexallergie eine ausreichende Präventionsmaßnahme zu sein. Eine labortechnische Abklärung mit fortentwickelten diagnostischen Möglichkeiten scheint bei Personen mit anhaltenden Beschwerden notwendig.

Der Artikel wurde englischsprachig veröffentlicht im Journal PLoS One, Ausgabe Oktober 2008, Volume 3, Issue 10, e3459.

Autor(en): Nienhaus A, Kromark K, Raulf-Heimsoth M, van Kampen V, Merget R

Medientyp: Fachartikel

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