27.08.2007
Exposition gegenüber Sprays – Vergleich der verfügbaren Expositionsmodelle
Für die Beurteilung von Expositionen an Arbeitsplätzen, aber auch im Rahmen des Biozid-Zulassungsverfahrens und der Ermittlungen nach REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) sind Berechnungsmodelle als nicht messtechnische Ermittlungsverfahren hilfreich.

Im Rahmen dieser Arbeit wurden die allgemein zugänglichen Expositionsmodelle Sprayexpo und Consexpo 4 (Versionen 4.0 und 4.1) sowie ein internes Programm der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BG-Spray) erprobt und deren Berechnungsergebnisse verglichen. Es zeigte sich, dass die verschiedenen Modellierungsansätze (well mixed room versus “turbulent diffusion”) ihre spezifischen Vor- und Nachteile besitzen, die programmtechnischen Umsetzungen beider frei verfügbaren Modelle sind jedoch noch stark verbesserungsfähig. Vorliegende Messdaten konnten vom Programm ConsExpo nicht reproduziert werden, die anderen Programme bilden die Messergebnisse nur im Rahmen eines Faktors von ± 5 ab. Das „Impaktionsmodul“ des Programms Sprayexpo arbeitet momentan nicht zufriedenstellend und muss überarbeitet werden. Eine ausführliche experimentelle Absicherung der Modell-Algorithmen und eine Weiterentwicklung und Evaluation der Software sind dringend erforderlich, wenn die Programme als solide Methoden zur Expositionsermittlung eingesetzt werden sollen.
Der Artikel wurde englischsprachig veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Gefahrstoffe - Reinhaltung der Luft", Ausgabe Nr. 7/8 2007 des Springer-VDI-Verlages. Weiterführende Informationen stehen Ihnen unter www.gefahrstoffe.de zu Verfügung.
Autor(en): Eickmann, U.; Eickmann, J.; Tischer, M.
Medientyp: Fachartikel


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