06.07.2007

Branchenbausteine für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen

Im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung müssen diverse Schritte abgearbeitet werden. Jeder Betrieb muss demnach die Gefährdungen ermitteln und bewerten, die Schutzmaßnahmen festlegen, Instrumente zur Überprüfung der Wirksamkeit überlegen und die wesentlichen Informationen dokumentieren.

An vielen Stellen ergeben sich hierbei Fragen:

  • Wie und was muss ich ermitteln?
  • Woher bekomme ich Informationen zu geeigneten Schutzmaßnahmen?
  • Wie kann die Wirksamkeit einer Maßnahme überprüft werden?
  • Wie und was muss ich dokumentieren?

Für Gefahrstoffe wird derzeit in Form der Branchenbausteine eine Hilfestellung für Arbeitsschutzexperten (beispielsweise Fachkräfte für Arbeitssicherheit) zu diesen und weiteren Fragen im Zusammenhang mit der Gefährdungsbeurteilung aufgebaut.

Die Branchenbausteine werden unterschieden in tätigkeitsbezogene (momentan nur für die Pflegeberufe) und tätigkeitsübergreifende Bausteine. Die tätigkeitsbezogenen Bausteine beschreiben die Tätigkeiten, die Gefährdungen, die Schutzmaßnahmen, geben weitere Hinweise zu dem Wissensstand und benennen Informationsquellen als Grundlage für den jeweiligen Baustein. Die tätigkeitsübergreifenden Bausteine greifen Themen auf wie zum Beispiel:

  • Grundsätzliches Vorgehen bei der Gefährdungsbeurteilung,
  • Dokumentation,
  • Nutzung von Synergien mit anderen Systemen (zum Beispiel Qualitätsmanagement, Pflege, Hygiene),
  • Arbeitsmedizinische Vorsorge,
  • Lüftung

Der besondere Nutzen der Branchenbausteine liegt in der breiten Anwendbarkeit. Zum Beispiel kann ein Branchenbaustein "Flächendesinfektion" für unterschiedliche Branchen (beispielsweise Altenpflege, Arzt- und Zahnarztpraxis, Krankenhaus) genutzt werden. Wichtig ist die Überprüfung der Übereinstimmung der für die Bausteine zu Grunde gelegten Tätigkeiten. Danach wird entschieden, ob der Baustein passt. In einem ersten Schritt wurden im Rahmen des Projekts Tätigkeitsinventarisierung die Tätigkeiten in der Altenpflege ermittelt und daraus die tätigkeitsbezogenen Bausteine erstellt. Weitere Bausteine werden im Rahmen des Projekts schrittweise entstehen.

Bei Fragen können Sie sich jederzeit an uns wenden.

Ihre Ansprechpartner:

  • Wolfgang Wegscheider, wissenschaftlicher Mitarbeiter,
    Telefon: (0221) 3772- 502
    Gefahrstoffe@bgw-online.de

  • Dr. rer. nat. Gabriele Halsen, wissenschaftliche Mitarbeiterin,
    Telefon: (0221) 3772- 503
    Gefahrstoffe@bgw-online.de

  • Petra Bigeschke
    Assistenz
    Telefon: (0221) 3772 - 504
    Gefahrstoffe@bgw-online.de

Medientyp: Fachartikel

Tätigkeitsbezogene Bausteine

Baustein 501 „Reinigung und Pflege von Oberflächen“ 

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Baustein 502 "Händedesinfektion/ Hautdesinfektion" 

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Baustein 503 "Flächendesinfektion als Routinedesinfektion Desinfektion kleiner Flächen (< 2m²)" 

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Baustein 504 "Flächendesinfektion als Routinedesinfektion Scheuer-/ Wischdesinfektion großer Flächen (> 2 m²)" 

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Baustein 505 „Bettendesinfektion mit dem Scheuer-/ Wischverfahren“ 

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Baustein 506 "Manuelle Desinfektion von Medizinprodukten in geringem Umfang" 

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Baustein 507 „Tätigkeiten mit Desinfektionsmittelkonzentraten“  

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Baustein 508 "Verabreichung von Arzneimitteln ohne krebserzeugende, erbgutverändernde, fruchtschädigende und fruchtbarkeitsschädigende (KMR) Eigenschaften durch pflegendes oder ärztliches Personal" 

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Baustein 509 "Vorbereitung und Applikation von Arzneimitteln mit krebserzeugenden, erbgutverändernden, fruchtschädigenden und fruchtbarkeitsschädigenden (KMR) Eigenschaften durch pflegendes oder ärztliches Personal" 

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Tätigkeitsübergreifende Bausteine

Baustein 100 „Überblick zur Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit chemischen Stoffen“ 

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Baustein 110 „Ermitteln“ 

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Baustein 114 „Erfassungsbogen“ 

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Baustein 115 „Gefahrstoffverzeichnis“ 

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Baustein 120 "Gefährdung bewerten" 

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Baustein 130 „Schutzmaßnahmen“  

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Baustein 132 "Mindeststandards" im Gesundheitsdienst 

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Baustein 133 „Substitutionsprüfung“ 

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Baustein 135 „Information der Beschäftigten“  

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