BGW mitteilungen - Ausgabe 1/2012

Demografischer Wandel

Älter werden im Beruf

Ältere Frau sitzt vor dem Computer. Der Demografische Wandel: ein wichtiges Thema für den Arbeits-schutz.

Was können Unternehmen tun, um die demografische Entwicklung ihrer Belegschaft abzuschätzen und sich auf absehbare Veränderungen einzustellen? Verschiedene Angebote der BGW helfen weiter.

Am Anfang steht die Analyse: Wird es wirklich so schlimm, wie alle sagen? Die aktuelle demografische Entwicklung sorgt dafür, dass Betriebe aller Branchen sich auf einen deutlich höheren Anteil älterer Beschäftigter als bisher einstellen müssen. Mit einer Altersstrukturanalyse lässt sich klären, was das für das jeweilige Unternehmen bedeutet: Wie und in welchem Zeitverlauf ändert sich die Zusammensetzung der Belegschaft? Welche Faktoren wirken sich im Einzelnen aus?

Neues Angebot: BGW-Altersstrukturanalyse 3.0

Ein neues Instrument der BGW – entwickelt von der Technologieberatungsstelle Nordrhein-Westfalen – ermöglicht eine schnelle Einschätzung, aber auch den Einstieg in eine detaillierte statistische und grafische Auswertung der betrieblichen Daten. Eigene Daten können aus Tabellenkalkulationsprogrammen wie Excel in die Anwendung importiert werden, die auf der Website der BGW zum Download bereitsteht. Die Nutzung der BGW-Altersstrukturanalyse 3.0 ist für alle Betriebe kostenfrei möglich.

Handlungshilfe „Älter werden im Pflegeberuf“

Darüber hinaus hält die BGW eine ganze Reihe weiterer Unterstützungsangebote in Sachen demografischer Wandel bereit: vom Seminar über Beratungsangebote bis hin zu Veröffentlichungen und Veranstaltungen. Neben Angeboten für alle Bereiche steht vielfach die Pflege besonders im Fokus, denn gerade hier wirken sich die Veränderungen besonders problematisch aus: Nicht nur die Belegschaften altern, sondern auch der Betreuungsbedarf steigt – schließlich gibt es immer mehr Pflegebedürftige, die zudem immer häufiger von Demenz und weiteren altersbedingten Erkrankungen betroffen sind (siehe Artikel "Gesund bleiben bei der Pflege von Menschen mit Demenz"). Umso wichtiger ist es, dass die Beschäftigten langfristig gesundheitlich fit und motiviert sind. Handlungsmöglichkeiten für die Pflege zeigt unter anderem der Ratgeber „Älter werden im Pflegeberuf“ auf, der jetzt in einer komplett überarbeiteten Neuauflage vorliegt. Neben Analyseansätzen geht es darin um konkrete Werkzeuge, mit denen Pflegebetriebe Schritt für Schritt „Demografie-fit“ werden und gesundheitlichen Problemen von Mitarbeitern entgegenwirken können.

Erfahrungsaustausch zum Thema Migration

Die vielfältigen Angebote für die Pflege wurden bereits in einer Reihe von Projekten erprobt. Daraus hat sich ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch rund um das Thema demografischer Wandel und Zukunft der Pflege entwickelt, der weiteren Pflegeeinrichtungen offensteht. Das nächste Treffen findet am 3. Mai 2012 im Marienhaus der St. Franziskus Stiftung Münster statt und wird sich mit dem Schwerpunkt „Migration“ beschäftigten – sowohl aus der Perspektive des Arbeitsmarkts als auch aus der pflegerischen Sicht: Pflege von und für Menschen mit Migrationshintergrund – Herausforderungen und Chancen.

Die Demografie-Angebote der BGW

Hintergründe, Analyseinstrumente, Handlungshilfen und Veranstaltungstipps im Überblick bietet die Rubrik „Demografischer Wandel“. Hier finden sich sowohl branchenübergreifende Angebote wie die Organisationsberatung „Älter werden im Beruf“ als auch pflegespezifische Inhalte – inklusive weiterer Informationen und Anmeldemöglichkeit zum Erfahrungsaustausch „Migration in der Pflege“ am 3. Mai 2012 in Münster. Hier geht es direkt zum neuen Instrument BGW-Altersstrukturanalyse 3.0.

Die komplett überarbeitete Broschüre „Älter werden im Pflegeberuf“ (TP-AAg-11U) kann außerdem mit dem Bestellformular angefordert werden.

Autor(en): Kathrin Kromark

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