BGW mitteilungen - Ausgabe 2/2010
Neues Material im Verbandkasten
Ein kleiner Unfall ist schnell passiert – umso besser, wenn im Betrieb genauso schnell Erste Hilfe geleistet werden kann. Für den Notfall muss deshalb geeignetes Material zur Verfügung stehen.

Das wichtigste Erste-Hilfe-Material enthält der Verbandkasten. Je nach Betriebsgröße und betrieblichen Gefahren müssen ein oder mehrere Verbandkästen bereitgehalten werden. Ein »großer« entspricht dabei zwei »kleinen« Verbandkästen – ihre Inhalte sind nach DIN 13157 (klein) und DIN 13169 (groß) geregelt.
Auf der Basis des aktuellen Unfallgeschehens wurden Ende 2009 die Normen überarbeitet. Neu in den Betriebsverbandkasten gehören Kälte-Sofortkompressen, die ohne Vorkühlung bei Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen helfen. »Jede Minute, die man bei diesen Verletzungen bis zum Beginn der Kälteanwendung verstreichen lässt, verlängert die Regeneration um einen weiteren Tag«, bestätigt der bekannte Sportmediziner Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Auf einige andere Materialien im Verbandkasten wird dagegen jetzt ganz oder teilweise verzichtet.
Verbandkasten aktuell halten
Da sich nicht alle Positionen geändert haben, ist es nicht erforderlich, einen komplett neuen Verbandkasten anzuschaffen. Vorhandene Verbandkästen können ohne großen Aufwand den neuen Normen angepasst werden. Vorsicht ist deshalb angeraten, wenn Unternehmen von kommerziellen Anbietern mit Verweis auf neue Richtlinien dazu gedrängt werden, Verbandkästen vollständig zu erneuern. Verbindliche Orientierung geben in jedem Fall die gültigen DIN-Normen. Darüber hinaus lohnt sich ein Vergleich verschiedener Angebote für Erste-Hilfe-Material.
Verbandkästen sollten regelmäßig überprüft werden: Ist der Inhalt noch steril und haltbar? Müssen Verbände, Pflaster oder Einmalhandschuhe ersetzt werden?
Hier alle Informationen und die wichtigsten Änderungen im Überblick.
Autor(en): DGUV/Anja Hirschberger


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