BGW mitteilungen - Ausgabe 1/2010
Vertreterversammlung der BGW
Im Dezember 2009 fand die Sitzung der Vertreterversammlung statt. Die Vertreterinnen und Vertreter von Arbeitgebern und Versicherten bilden das »Parlament« der BGW. Die Sitzung bot Gelegenheit für eine Zwischenbilanz zur Entwicklung der BGW.

Als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung wird die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) von einer Selbstverwaltung gesteuert. Das heißt, in Sozialwahlen von den Arbeitnehmern sowie den Arbeitgebern aus den versicherten Branchen jeweils selbst gewählte Vertreterinnen und Vertreter lenken die BGW. Organe dieser Selbstverwaltung sind die Vertreterversammlung und der Vorstand. Beide Organe und ihre jeweiligen Ausschüsse sind paritätisch, also mit der gleichen Zahl an Vertretern der Arbeitgeber und der Versicherten besetzt. Zweimal jährlich findet eine turnusgemäße Sitzung der Vertreterversammlung statt. Im Dezember 2009 konnte der Vorsitzende der Vertreterversammlung, Dr. Robert Schäfer, die Mitglieder der Selbstverwaltung in Würzburg begrüßen.
Der Vorstandsvorsitzende Norbert Badziong ging in seiner Rede auf aktuelle Schwerpunkte und Kampagnen der BGW ein. Die Aktivitäten für die Pflege würden auch in Zukunft fortgesetzt – unter anderem im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie. Als großen Erfolg bezeichnete Badziong das BGW forum 2009 zum Gesundheitsschutz in Krankenhaus und Klinik. Er kündigte an, dass sich das nächste BGW forum 2011 mit dem Gesundheitsschutz in der Behindertenhilfe befassen werde. Im Zuge der gemeinsamen Präventionskampagne »sicher mobil« der BGW und des Deutschen Rollstuhl-Sportverbands (DRS) seien im Jahr 2009 einige Meilensteine gesetzt worden, so Badziong weiter. Unter anderem verwies er auf die vielfältigen Informationsmaterialien zur Rollstuhlsicherung mit dem Kraftknoten, die inzwischen vorlägen.
BGW ist weiterhin gut aufgestellt
Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Stephan Brandenburg und sein Stellvertreter Arthur Montada erläuterten die Veränderungen, die sich durch das Ende 2008 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung der Unfallversicherung ergeben haben. So musste der Haushalt der BGW an die neuen Vorgaben angepasst werden. Trotz der Mehrbelastungen durch das neue Verfahren zur Lastenverteilung unter den Berufsgenossenschaften sei die BGW aber gut aufgestellt, betonte Brandenburg.
In Umsetzung befänden sich die Fusionen der Berufsgenossenschaften, an deren Ende neun leistungsfähige Träger stehen sollen – darunter, weiterhin eigenständig, die BGW. Nach der Zahl der Mitgliedsunternehmen werde sie auch in Zukunft an zweiter Stelle stehen. Weil jedoch die Zahl der bei der BGW versicherten Unternehmen insgesamt steige, sei mit einer Zunahme der absoluten Zahlen für Arbeits- und Wegeunfälle, Berufskrankheiten und Entschädigungsleistungen zu rechnen, berichtete der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Arthur Montada.
Auf der Vertreterversammlung der BGW erläuterte der Bundeswahlbeauftragte für die Sozialwahlen, Gerald Weiß, den Fahrplan für die nächsten Wahlen. Am 1. Juni 2011 wählen die Unternehmer und die Versicherten wieder ihre Vertreter in die Vertreterversammlungen der gesetzlichen Unfallversicherungen.
Autor(en): Anja Hirschberger


