BGW mitteilungen - Ausgabe 3/2009

Zukunft der BGW

Neue Geschäftsführung der BGW im Amt

Porträt: Dr. Stephan Brandenburg Prof. Dr.Stephan Brandenburg, der neue Hauptgeschäftsführer.

Nach 26 Jahren im Dienst der BGW hat der langjährige Vorsitzende der Geschäftsführung, Prof. Dr. Gerhard Mehrtens, am 1. Juni das Ruder an den neuen Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Stephan Brandenburg übergeben.

»Man muss zur rechten Zeit das Rechte tun« – und das habe Professor Dr. Gerhard Mehrtens sehr erfolgreich getan, betonten die Festredner bei der offiziellen Amtsübergabe am 28. Mai. Die Vorstandsvorsitzende der BGW, Birgit Adamek, erinnerte dabei an die besondere Herausforderung, der Mehrtens bei seinem Amtsantritt 1983 gegenüberstand: Der angeschlagene Versicherungsträger BGW musste von Grund auf saniert werden – eine »sportliche Herausforderung« für den scheidenden Geschäftsführer.

»Der jetzige Erfolg trägt seinen Namen«, sagte Adamek und verwies insbesondere auf die Fortschritte in der Prävention und bei der Betreuung von Leistungsfällen, die langjährige Beitragsstabilität sowie die Modellprojekte, beispielsweise in der Altenpflege.

Porträt: Prof. Dr. Gerhard Mehrtens Der scheidende Vorsitzende der Geschäftsführung: Prof. Dr. Gerhard Mehrtens. Im 80. Jahr ihres Bestehens sei die BGW heute gut aufgestellt, urteilte auch Wilma Hagen-Henneberg, die Vorsitzende der Vertreterversammlung. Im Zuge des Umbaus zu einem modernen, kundenorientierten Dienstleistungsunternehmen habe man konsequent darauf hingearbeitet, die Betriebe wirksam zu entlasten. Hagen-Henneberg ging in diesem Zusammenhang unter anderem auf das gestraffte Regelwerk zur gesetzlichen Unfallversicherung und die vielfältigen Beratungs- und Präventionsangebote für die versicherten Unternehmen ein.

Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), Joachim Breuer, sah diese Erfolge als Zeichen der Anpassungsfähigkeit, die die BGW und ihren langjährigen Geschäftsführer, aber auch die Unfallversicherung als Ganzes auszeichne. Breuer würdigte außerdem das internationale Engagement von Mehrtens, auf dessen Initiative die Sektion für Arbeitsschutz im Gesundheitswesen der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS) gegründet wurde.

Sein Amt als Sektions-Präsident der IVSS wird Prof. Dr. Gerhard Mehrtens zunächst fortführen. Er werde jedoch auch in anderen Funktionen weiter aktiv bleiben, betonte Mehrtens zum Abschied, insbesondere als Geschäftsführer des be­rufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhauses Hamburg.

Neue Geschäftsführung setzt eingeschlagenen Weg fort

Porträt: Arthur Montada Arthur Montada, stellvertretender Hauptgeschäftsführer. Der alternierende Vorstandsvorsitzende Norbert Badziong begrüßte die neue Geschäftsführung. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sie die zukünftigen Herausforderungen bewältigen werde. Schließlich hätten der neue Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Stephan Brandenburg und sein Stellvertreter Arthur Montada auch bisher schon den Weg der BGW mitgeprägt – Brandenburg als Mitglied der Geschäftsführung, Montada als Leiter Bereichsübergreifende Planung und Steuerung. Zuvor waren beide als Geschäftsführer von Bezirksverwaltungen tätig.

Brandenburg sah vor allem die noch engere Verzahnung von Rehabilitation und Prävention als Hauptaufgabe der kommenden Jahre. Hier ließen sich noch viele Synergien nutzen. Was man bei den Hauterkrankungen unter anderem durch die Einrichtung von Schulungs- und Beratungszentren perfektioniert habe, werde nun auf andere Bereiche übertragen. Er bezeichnete die aktuelle Kampagne »Aufbruch Pflege« als paradigmatisch für die Zukunft der BGW: Neben gezielten Unterstützungsangeboten für die Betriebe setze man sich auch auf politischer Ebene für die Belange der versicherten Branchen ein. Der neue Hauptgeschäftsführer zeigte sich offen für Kooperationen und verwies in diesem Zusammenhang auf die eben gestartete Kampagne »sicher mobil« mit dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS). Als Schirmherrn habe man den Bundesminister für Arbeit und Soziales, Olaf Scholz, gewinnen können. Die BGW werde mit der Kampagne insbesondere für die sichere Beförderung von Menschen mit Behinderungen werben.

Autor(en): Anja Hirschberger

 Leserbrief verfassen