BGW mitteilungen - Ausgabe 1/2009
Erfolgreiche Kampagne »Aufbruch Pflege« Breites Aktionsbündnis geplant
Viele neue Impulse und Aktionen mit zahlreichen Partnern aus der Pflege: Nach dreijähriger Laufzeit hat die BGW eine positive Zwischenbilanz ihrer Kampagne »Aufbruch Pflege« gezogen.

Am 4. Dezember 2008 war Gelegenheit für einen Blick zurück: Auf der Veranstaltung »Aufbruch Pflege: Pflege und Unfallversicherung gemeinsam auf neuen Wegen – eine Zwischenbilanz« konnte Prof. Dr. Stephan Brandenburg, Mitglied der BGW-Geschäftsführung, auf vielfältige Aktivitäten und Erfolge der letzten drei Jahre verweisen.
Im Februar 2006 hatte die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege ihre Initiative »Aufbruch Pflege« gestartet, um als Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung für Pflegeberufe aktiv zu einer Verbesserung der Situation in der Altenpflege beizutragen. Brandenburg betonte die neutrale Vermittlerrolle, die die BGW dabei als öffentlich-rechtliche Institution einnehme. Diese werde von allen Beteiligten sehr begrüßt, wie auch Michael Koll, Ministerialrat im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, bestätigten konnte. Koll unterstrich in seiner Rede, dass eine moderne Prävention in der Pflege eine moderne Unfallversicherung brauche. Dies gelte besonders auch im Hinblick auf die Umsetzung der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA).
Steigenden Belastungen entgegenwirken
Auf die lange Tradition des Engagements der BGW für die Pflege – quasi seit ihrer Gründung vor fast 80 Jahren – ging die BGW-Vorstandsvorsitzende Birgit Adamek ein. Insbesondere nach Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung 1995 und der daraufhin einsetzenden starken Expansion des Pflegesektors habe die BGW immer eindringlicher auf die steigenden Arbeitsbelastungen für die Pflegekräfte aufmerksam gemacht.
Brandenburg verwies in diesem Zusammenhang auf das Instrumentarium an Präventionsprogrammen, das die BGW seither für stationäre und ambulante Einrichtungen entwickelt habe. Von der einfach zu handhabenden Analyse der Mitarbeitergesundheit bis hin zum ausgefeilten Qualitätsmanagement mit integriertem Arbeitsschutz stünde eine Vielzahl von aufeinander abgestimmten Angeboten zur Verfügung. Viele Instrumente seien sogar kostenlos für die versicherten Unternehmen, so Brandenburg weiter.
Die Teilnehmer der Veranstaltung konnten die BGW-Angebote vor Ort kennenlernen und im »Perspektiven Café« an Impulsdiskussionen zum Thema »Mitarbeiter gewinnen, binden und führen« teilnehmen. Über die neue Möglichkeit, Betreuungsassistenten einzustellen, informierte Dr. Matthias von Schwanenflügel, Ministerialrat im Bundesgesundheitsministerium. Sie entlasten Altenpflegekräfte in der Dementenbetreuung.
Die Veranstaltung in Berlin ermöglichte aber auch einen Blick in die nähere Zukunft. »Wir arbeiten daran, dass aus dem Aufbruch Pflege ein breites Aktionsbündnis für die Arbeitsbedingungen in der Pflege wird«, erläuterte Brandenburg, »mit Partnern aus Ministerien und Parteien, Pflegeeinrichtungen und Pflegeorganisationen, Fach- und Berufsverbänden, Wohlfahrtsverbänden, Sozialpartnern und Sozialversicherungsträgern.«
Weitere Informationen zur BGW-Kampagne erhalten Sie in unserer Rubrik »Aufbruch Pflege«.
Autor(en): Nico Hohendorf


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