BGW mitteilungen - Ausgabe 1/2009

Vertreterversammlung

Vertreterversammlung 2008 in München

Foto: Auditorium bei der Vertreterversammlung im Dezember 2008 in München

Im Dezember 2008 fand die zweite Sitzung der Vertreterversammlung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) statt. Die BGW erfüllt ihre vom Gesetzgeber übertragenen Aufgaben in eigener Verantwortung. Organe der Selbstverwaltung sind Vertreterversammlung und Vorstand, die beide paritätisch mit Vertretern der Arbeitgeber und Versicherten besetzt sind.

Wilma Hagen-Henneberg, Vorsitzende der Vertreterversammlung, begrüßte die Teilnehmer diesmal in München. Als roter Faden durch alle Beiträge zog sich die Frage, welche Auswirkungen das am 5. November in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung der Unfallversicherung auf die BGW hat..

Steigende Lasten für Unternehmen

Die Vorstandsvorsitzende Birgit Adamek beschäftigte sich in ihrer Rede unter anderem mit der neuen Lastenverteilung zwischen den Berufsgenossenschaften. Angesichts steigender Lasten sei für die bei der BGW versicherten Unternehmen vor allem die Weitergeltung von Befreiungs- und Freibetragsregelungen von Bedeutung. Es sei außerdem gerade noch gelungen, den Übergangszeitraum von drei auf sechs Jahre auszuweiten. Professor Dr. Stephan Brandenburg, Mitglied der Geschäftsführung, bezifferte die dadurch erzielte Entlastung für die Unternehmen auf rund 100 bis 120 Millionen Euro.

Professor Dr. Gerhard Mehrtens, Vorsitzender der Geschäftsführung, erläuterte, dass die BGW auch nach den geplanten Fusionen unter den zukünftig neun Berufsgenossenschaften sowohl bei der Zahl der Mitgliedsunternehmen als auch der Versicherten an zweiter Stelle bleibe. Derzeit sei jedes fünfte Unternehmen in Deutschland Mitglied bei der BGW, jeder achte Versicherte sei hier versichert. Die Unternehmen könnten bei der BGW von den zweitniedrigsten Beitragssätzen profitieren – mit rund 72 Cent pro 100 Euro Entgelte liege man deutlich unter dem Durchschnitt von 1,28 Euro.

Neue Kampagne »Haut« für das Friseurhandwerk

Porträt: Prof. Dr. Stephan Brandenburg,  Mitglied der Geschäftsführung Prof. Dr. Stephan Brandenburg, Mitglied der Geschäftsführung Die Vorstandsvorsitzende Birgit Adamek kündigte eine Präventions- und Kommunikationskampagne der BGW für das Friseurhandwerk an. Hauterkrankungen bei Friseuren brächten nicht nur hohe psychische und wirtschaftliche Belastungen für die Betroffenen selbst mit sich. Die Ausweitung der Prävention beinhalte auch darüber hinaus eine beachtenswerte ökonomische Komponente: Wenn es beispielsweise gelänge, pro Jahr zwölf Berufsaufgaben zu verhindern, könnte bei den Rehabilitationskosten ein Einsparpotenzial von bis zu einer Million Euro realisiert werden.

Brandenburg stellte als weiteren Schwerpunkt für die nächsten Jahre die Präventionskampagne »sicher mobil« mit dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband vor. Für die bis 2012 laufende Kampagne habe man Bundesarbeitsminister Olaf Scholz als Schirmherr gewinnen können.

Auf der Vertreterversammlung wurde außerdem die Neustrukturierung der Verwaltungsspitze zum 1. Juni 2009 abgeschlossen. Als zukünftiger Stellvertreter des designierten Hauptgeschäftsführers Professor Dr. Stephan Brandenburg wurde Arthur Montada gewählt, der bisherige Leiter »Bereichsübergreifende Planung und Steuerung« der BGW.

Autor(en): Anja Hirschberger

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